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Akademieskandal

Epstein-Leaks bringen jetzt auch einen Österreicher zu Fall

Epstein-Leaks bringen jetzt auch einen Österreicher zu Fall
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Name aus Österreich taucht in den Epstein-Files auf – und zieht nun Konsequenzen nach sich, bevor es zur Entscheidung kommt.

Jeffrey Epstein soll im Besitz eines österreichischen Passes gewesen sein – doch das ist nicht die einzige Verbindung, die zwischen Österreich und den Epstein-Files besteht. In den veröffentlichten Dokumenten taucht wiederholt der Name des österreichischen Mathematikers Martin Nowak auf, der zuletzt an der renommierten Harvard University lehrte. Besonderes Gewicht erhält dies durch den Umstand, dass Nowak Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) war.

Die Verbindung zu Epstein reicht bis ins Jahr 2003 zurück: Damals erhielt Nowak 6,5 Millionen Dollar von Jeffrey Epstein für den Aufbau des Program for Evolutionary Dynamics (PED) an der Harvard University.

Die ÖAW leitete daraufhin umgehend eine Untersuchung ein und betraute das Ethikkomitee unter der Leitung von Ulrich Kortner mit der Prüfung des Falls. Parallel dazu läuft noch die Überprüfung der Mitgliedschaft von Nowaks Doktorvater, dem Mathematiker Karl Sigmund.

Nowaks Rückzug

Das Verfahren stand kurz vor seinem Abschluss, als Nowak der Entscheidung zuvorkam: Wie am Donnerstag bekannt wurde, hat er seine Mitgliedschaft in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften niedergelegt. Damit entgeht er sowohl einer möglichen Anhörung als auch einem drohenden Ausschluss.

Auch an der Harvard University hatte der Fall bereits Konsequenzen: Die Universität hat Nowak im Februar 2026 erneut beurlaubt und eine interne Untersuchung eingeleitet.

Die ÖAW reagierte auf den Schritt in einer offiziellen Aussendung ohne erkennbare Wertung. Gemäß der Geschäftsordnung der Akademie wird der Austritt nach Ablauf von zehn Tagen rechtswirksam.

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KO KOSMO-Redaktion
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