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ÖSTERREICH

Erster Arzt am Coronavirus gestorben!

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(FOTO: iStock)

Am Sonntag starb der erste österreichische Arzt an COVID-19. Grund dafür sei der Mangel an Schutzausrüstungen für Mediziner.

Der 69-jährige Hausarzt aus Niederösterreich, der sich Laut einer Aussendung der Ärztekammer „bis zuletzt in seiner Ordination um seine Patienten gekümmert hat“, soll über das gesetzliche Pensionsalter gearbeitet haben und schließlich auf der Intensivstation eines Krankenhauses gestorben sein, erklärte eine Sprecherin der niederösterreichischen Ärztekammer.

Mangelnder Schutz
„Die Gedanken der Ärztekammer und der gesamten Ärzteschaft gelten nun unserem Kollegen, der in Erfüllung seiner ärztlichen Arbeit sein Leben verloren hat. Wir verbeugen uns vor dem Kollegen, der im Dienst der Versorgung seiner Patienten sein Leben lassen musste“, so Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer. Zuvor kritisiere er bereits die fehlenden Schutzmaßnahmen für die niedergelassenen Ärzte und betont, dass „dramatischer Handlungsbedarf“ bestehe.

„Mein Warnruf von vor zwei Wochen wurde teilweise als Panikmache abgetan. Ich wünschte, ich hätte mich geirrt. Tatsächlich aber benötigen wir dringend Schutzausrüstung für die Ordinationen“, betont Szekeres und appelliert an die Regierung, diese so rasch wie möglich auszustatten.

Selbstmord nach Diagnose
Eine weitere, traurige Nachricht kommt Frankreich, wo sich der 60-jährige Klubarzt des französischen Ligue-1-Vereins Stade Reims, Bernard Gonzalez, nach seiner Erkrankung am Coronavrus das Leben genommen hat.

Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, soll der Verein dies über eine emotionale Mitteilung geteilt haben: „Eine angesehene Persönlichkeit von Reims und ein großer Profi im Bereich des Sports hat uns verlassen.“



Der Arzt hatte über 20 Jahre bei Stade Reims mitgewirkt. Er wurde mit seiner ebenfalls erkrankten Frau unter häusliche Quarantäne gestellt. Aus seinem Abschiedsbrief geht hervor, dass ein Zusammenhang zwischen dem Selbstmord und dem Coronavirus besteht.

Hilfe bei Depressionen findest du bei der Telefonseelsorge (142) sowie bei Rat auf Draht (147) und online: www.kriseninterventionszentrum.at & www.bittelebe.at.