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UMWELTSCHUTZ

Erstes Land verbietet Verbrennungsmotoren

Kosmo-Autos
(FOTO: iStockphoto/Canetti)

Unter Berufung auf den Klimanotstand und die dringende Notwendigkeit, die Luftverschmutzung zu reduzieren, hat das California Air Resources Board (CARB) am Donnerstag beschlossen, dass ab 2035 in diesem US-Bundesstaat nur noch emissionsfreie PKW und kleinere LKW neu zugelassen werden dürfen. Damit ist Kalifornien der erste Bundesstaat, das die fossilen Brennstoffe verbannt.

Lauren Sanchez, Klimaberaterin des Gouverneurs Gavin Newsom, bezeichnete den Schritt als „einen großen Tag nicht nur für Kalifornien, sondern für die Welt“. Diese Maßnahme kennzeichne eine historische Wende in einem jahrzehntelangen Kampf zur Reduktion der Umweltverschmutzung durch Verbrennungsmotoren sowie einen wichtigen Schritt nach vorn für die Verbraucher, die Industrie, die Wirtschaft und die Umwelt, heißt es.

Kalifornien war seit dem Beginn des Kampfes gegen den giftigen gelbbraunen Smog, der sich 1966 über Los Angeles festgesetzt hatte, der federführende Bundesstaat bei der Regulierung der Autoemissionen in den Vereinigten Staaten.

Der bevölkerungsreiche Bundesstaat hatte damit einen Hebel in der Hand, um Druck auf die Automobilhersteller auszuüben. Noch im selben Jahr hatte der Kongress dem Bundesstaat die Befugnis erteilt, eigene Regelungen zum Umwelt- und Luftschutz zu erlassen.

Dutzende US-Bundesstaaten folgten dem Beispiel Kaliforniens und führten die gleichen Abgasnormen und Regeln betreffend Treibstoffeffizienz ein.

Die neue Entscheidung zwingt die Automobilhersteller, die Produktion der Fahrzeuge mit Benzin- und Dieselmotoren stufenweise einzustellen. Das gilt auch für Geländewagen, Minivans und Pick-Ups, die ab 2035 nur noch mit Batterie oder Brennstoffzellen-Antrieb verkauft werden dürfen.

Automobilherstellern, die diese Anforderungen nicht erfüllen, drohen Strafen bis zu 20.000 Dollar pro nicht regelkonformem Fahrzeug, heißt es vonseiten der kalifornischen Umweltbehörde CARB.

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