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Geheimtipps

Europas Geheimstrände: Wo die Hitzeflucht zum Abenteuer wird

Europas Geheimstrände: Wo die Hitzeflucht zum Abenteuer wird
(Foto: Pexels)
4 Min. Lesezeit |

Von der höchsten Sanddüne Europas bis zum arktischen Badeparadies – sechs außergewöhnliche Strände versprechen Erfrischung, während Europas Sehenswürdigkeiten unter Rekordtemperaturen leiden.

Während Europa unter der Sommerhitze ächzt, bieten Strände die perfekte Abkühlung. Während Wahrzeichen wie die Akropolis oder der Eiffelturm wegen extremer Temperaturen zeitweise ihre Pforten schließen müssen, locken Küstenabschnitte mit erfrischender Meeresbrise. Die New York Times hat sechs besondere europäische Strände ausgewählt, die sowohl bei Einheimischen als auch bei Urlaubern hoch im Kurs stehen.

Der Zlatni Rat auf der kroatischen Insel Brac zählt zu den Aushängeschildern der Adriaküste. Seine markante Dreiecksform wandelt sich ständig – je nach Wind und Strömung verändert die Landzunge ihre Gestalt. Schwimmer und Kitesurfer finden hier ideale Bedingungen vor, während ein schattiger Kiefernwald oberhalb des Strandes Erholung bietet und den Blick auf die Nachbarinsel Hvar freigibt. Die Spitze des Strandes zeigt je nach Wetterlage mal nach Osten, mal nach Westen – ein Naturschauspiel, das Zlatni Rat regelmäßig in internationalen Rankings als einen der spektakulärsten Strände Europas erscheinen lässt.

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Vom nur einen Kilometer entfernten Örtchen Bol führt eine Uferpromenade direkt zum Strand, alternativ verkehrt ein Touristenzug. Regelmäßige Fähr- und Bootsverbindungen stellen die Anbindung ans Festland sicher. In der Hauptsaison zieht der Strand täglich tausende Besucher an, weshalb er als geomorphologisches Naturdenkmal unter besonderem Schutz steht – eine notwendige Maßnahme angesichts der wachsenden Herausforderungen beim Umweltschutz durch die hohe Frequentierung.

Versteckte Perlen

An der albanischen Riviera entwickelt sich der Strand von Dhermi zur beliebten Alternative für jene, die den überlaufenen Küstenabschnitten Kroatiens und Griechenlands entfliehen möchten. Der knapp eineinhalb Kilometer lange Küstenstreifen bietet sowohl bewirtschaftete Bereiche mit Liegestühlen als auch versteckte Felsbuchten für mehr Privatsphäre. In den Sommermonaten verwandeln zahlreiche Musikfestivals den Strand in eine Partyzone.

Taucherherzen schlagen höher am nahegelegenen Strand Drymades, wo das Wrack eines sowjetischen Kampfflugzeugs unter Wasser erkundet werden kann. Wer die Umgebung zu Fuß erkunden möchte, findet Wanderwege durch Olivenhaine mit atemberaubenden Meerblicken, während im Osten die malerischen Ceraunian-Berge die Kulisse bilden.

Rund 40 Kilometer von Bordeaux entfernt erhebt sich am Golf von Biskaya ein europäischer Rekordhalter: Die Dune du Pilat ragt als höchste Sanddüne Europas fast 100 Meter in die Höhe. Der Aufstieg wird mit einem grandiosen Panorama belohnt, während der Abstieg direkt zum Plage de la Corniche führt. In der Umgebung finden sich zahlreiche Campingplätze sowie die Ortschaften Arcachon und La Teste-de-Buch mit vielfältigen Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten.

Die Lage eignet sich perfekt für einen Tagesausflug von Bordeaux aus – idealerweise mit einem Glas regionalen Rotweins zum Tagesausklang.

Naturjuwelen Europas

Auf der griechischen Insel Kefalonia verzaubert der versteckte Strand Fteri mit weißen Kieseln, türkisfarbenem Wasser und imposanten Steilklippen. Die Anreise gestaltet sich abenteuerlich: Entweder per Boot oder zu Fuß auf einer anspruchsvollen Route (insgesamt etwa fünf Kilometer mit 200 Höhenmetern). Vom Fischerdorf Zola verkehren Wassertaxis.

Wer dieses Naturjuwel besucht, sollte gut vorbereitet sein – es gibt keinerlei Infrastruktur, weder Trinkwasser noch Verpflegung oder sanitäre Anlagen. Übernachtungsmöglichkeiten bietet das nahegelegene Zola in begrenztem Umfang, während die Hauptstadt Argostoli eine größere Auswahl bereithält.

Im Nordwesten Sardiniens begeistert La Pelosa mit puderzuckerweißem Sand, flachem Wasser und einem historischen Turm aus dem 16. Jahrhundert, der auf einer vorgelagerten Insel thront. Um das Naturparadies zu schützen, gilt von Mai bis Oktober eine Besucherbegrenzung auf 1.500 Personen täglich. Eintrittskarten zum Preis von 3,50 Euro müssen vorab reserviert werden.

Obwohl das flache Wasser zum Schwimmen einlädt, ist in der Nähe des Turms Vorsicht geboten – starke Strömungen und scharfkantige Felsen lauern unter der Wasseroberfläche.

Wer der Hitze komplett entfliehen möchte, findet am Haukland Beach im arktischen Lofoten-Archipel die perfekte Abkühlung. Hier steigt das Thermometer selten über 17 Grad, doch die atemberaubende Landschaft macht das kühle Badevergnügen zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Der Strand dient als Ausgangspunkt für verschiedene Wanderrouten, und an ausgewiesenen Stellen ist Camping erlaubt.