„Žene u Beču” – 10.783 Mitglieder
Diese Gruppe, die ca. 10.000 Mitglieder hat, wurde vor zweieinhalb Jahren von Ankica Cmrecak (49), der Inhaberin eines Holistik-Studios, gegründet, die vor etwas über einem Jahr mit ihrer Familie aus Split nach Wien gezogen ist. „Ich gründete die Facebook-Gruppe, als ich erfuhr, dass wir nach Wien ziehen würden, um Frauen für Freundschaften in der neuen Stadt zu finden. Ich hatte nicht erwartet, dass die Gruppe so groß werden würde; sie entstand aus Herzenswunsch und wuchs schnell. Sie steht Frauen aus dem ehemaligen Jugoslawien und anderen in Wien, die Kontakte knüpfen und Erfahrungen teilen möchten, offen”, erklärt Ankica.
Unsere Gesprächspartnerin hat ein sehr klares Konzept, wie ihre Gruppe funktionieren soll. „In unserer Gruppe sind junge Mädchen, Frauen und Damen über 70. Angesichts des schnellen Wachstums und der vielfältigen Interessen lassen wir die Mitglieder montags ihre Hobbys und Berufe vorstellen. An diesem Tag gibt es oft über 200 Anzeigen, da viele ihre Tätigkeiten präsentieren und Personen mit ähnlichen Interessen treffen möchten. Dies förderte Geschäftsbeziehungen und den Austausch unter Gleichgesinnte”, erläutert Frau Cmrecak.

Hilfe und Solidarität
Durch diese tägliche Kommunikation können die Frauen anderen Frauen sehr helfen. „Einige Frauen in der Gruppe suchen Arbeit und einige Firmen bieten Jobs, so sind diese Posts gleich mehrfach nützlich. Die Mitglieder teilen einander mit, wenn die Firmen, in denen sie arbeiten, Mitarbeiter suchen. In der Gruppe werden auch Leistungen wie Frisuren und Schminke für besondere Gelegenheiten angeboten, und wenn ein anderes Mitglied einen Saal für eine Feier sucht, vereinbaren sie sofort eine Kooperation. Manchmal gibt es auch dringende Hilferufe. Es ist zum Beispiel vorgekommen, dass einer Frau die Wohnungstür zugefallen ist, und ein anderes Mitglied hat ihren Mann, der das beruflich macht, gebeten, dorthin zu fahren und ihr zu helfen. Und in einem anderen Fall musste einmal eine Frau einen Schrank aus einem Möbelgeschäft transportieren und die Gruppe hat sofort eine Lösung gefunden”, so einige Beispiele für weibliche Solidarität.
In der Gruppe werden auch schöne und tiefgehende Gedanken geteilt, die Frauen zum Nachdenken oder auch zum Lachen bringen.
„Ich achte darauf, dass es keine Beleidigungen und unerwünschte Kommentare gibt, und sobald ich so etwas bemerke, werfe ich die Unruhestifterin aus der Gruppe. Wir sind da, um uns gegenseitig zu helfen, und nicht, um uns zu streiten. Beleidigungen auf jeglicher Grundlage sind überhaupt absolut verboten, denn ich will nicht, dass sich irgendeine Frau schlecht fühlen muss“, so die Administratorin.
Treffen in der realen Welt
„Viele beherrschen nun die Kommunikation per Computer, was sehr nützlich ist. Virtuelle Kontakte bedeuten keine Entfremdung; wer online schreibt, trifft sich auch persönlich. Wir organisierten Treffen in Parks wie Schönbrunn und Belvedere sowie im Holistik-Studio ‛Balans’, wo ich Lachyoga anbiete – eine beliebte und heilsame Aktivität”, betont diese sympathische Dame.
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