Ein Teamausflug, ein toter Mitspieler, ein Verdächtiger aus den eigenen Reihen – hinter dem Fall steckt ein mögliches Rachemotiv.
Ein Mannschaftsausflug nach Dresden hat für einen Fußballer aus Hessen tödliche Folgen gehabt. Der 30-jährige Spieler, der einem Verein in Rockenberg im Wetteraukreis angehörte, wurde vergiftet. Im Zuge der Ermittlungen wurde sein 35-jähriger Teamkollege festgenommen.
Im Juni 2025 brach das hessische Fußballteam gemeinsam zu einem Ausflug in die sächsische Landeshauptstadt auf. Kurz nach der Rückkehr verschlechterte sich der Zustand des 30-Jährigen rapide. Am 16. Juni 2025 starb der Fußballer – trotz des Einsatzes eines Notarztes und mehrfacher medizinischer Versorgung im Krankenhaus erlag er den Folgen einer Vergiftung.
Vergiftung bestätigt
Eine toxikologische Untersuchung sicherte den Befund ab und bestätigte die Vergiftung als Todesursache. Die Staatsanwaltschaft Gießen übernahm die Ermittlungen und leitete ein Verfahren wegen Mordes ein.
Im Rahmen der Untersuchung konzentrierte sich die Polizei auf den Verlauf der Mannschaftsfahrt und stieß dabei auf Hinweise, die auf ein mögliches Rachemotiv des 35-jährigen Verdächtigen hindeuten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gießen und des Polizeipräsidiums Mittelhessen wird dem Mann vorgeworfen, das Opfer durch heimliche Verabreichung von Gift getötet zu haben. Am Dienstag wurde der Mann festgenommen, gleichzeitig durchsuchten Ermittler seine Wohnung.
Ein Untersuchungsrichter erließ anschließend Haftbefehl wegen Mordes. Der 35-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft.