Tränen, Triumph und ein goldener Ballon – Ousmane Dembele schreibt in Paris Fußballgeschichte und reiht sich in die Elite französischer Sportstars ein.
Als der goldene Ballon in seinen Händen lag, brachen bei Ousmane Dembele die Dämme. „Ich hatte nicht vor zu weinen, ich wollte stark bleiben“, gestand der französische Flügelflitzer nach seiner Krönung zum Weltfußballer, „aber sobald ich anfing, über meine Familie zu sprechen, über diejenigen, die von Anfang an dabei waren, kamen die Gefühle hoch.“
Im prunkvollen Theatre du Chatelet in Paris, nur einen Steinwurf vom Seine-Ufer und wenige Kilometer vom heimischen Prinzenpark entfernt, nahm der PSG-Star am Montagabend die prestigeträchtige Trophäe entgegen. Die CBS Sports-Übertragung zeigte live, wie der 28-Jährige bei seiner historischen Auszeichnung überwältigt wurde. Nach der Zeremonie feierte er draußen mit jubelnden Anhängern, die den Pariser Nachthimmel mit bengalischen Feuern erhellten.
Dembélé, der seit seinem Wechsel im Sommer 2023 das PSG-Trikot trägt, verdiente sich die Auszeichnung durch eine herausragende Saison 2024/25, in der er maßgeblich am Triple-Gewinn seines Vereins beteiligt war.
Hungrige Ambitionen
Der Erfolg hat den 28-Jährigen hungrig gemacht. „Wir haben den Weltfußball dominiert, sind sehr glücklich und werden versuchen, das zu wiederholen.“ Mannschaftstitel führen dann auch zu Einzelehrungen“, erklärte der Champions-League-Sieger selbständig. Für seinen ärgsten Konkurrenten fand Dembélé nur lobende Worte: Lamine Yamal vom FC Barcelona sei „ein außergewöhnlicher junger Spieler mit einer enormen Reife. Auch er wird, wenn alles gut läuft, viele Trophäen und Ballons d’Or (Goldene Bälle) gewinnen.“
Französische Legenden
Mit seinem Triumph reiht sich Dembele in die illustre Riege französischer Fußball-Ikonen ein: Raymond Kopa (1958), Michel Platini (1983-85), Jean-Pierre Papin (1991), Zinedine Zidane (1998) und Karim Benzema (2022) hatten die begehrte Auszeichnung bereits in die Heimat geholt. „Es ist etwas ganz Besonderes, Teil dieser Garde von Legenden des französischen Fußballs zu sein“, betonte Dembele.
„Aber ich glaube, dass noch viele Franzosen auf diese Liste kommen werden.“