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ENERGIE SPAREN

Frühwarnstufe für Österreich

(FOTO: iStockphoto/Panama7)
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Die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) hat mit sofortiger Wirkung die erste Phase eines dreistufigen Energiesparplans aktiviert. Betroffen sind vorerst verschiedene Beleuchtungssysteme, darunter Weihnachtsbeleuchtung, sowie öffentliche Gebäude.

In dieser Phase der Frühwarnung würden Maßnahmen ergriffen, die echte Energieeinsparungen mit sich bringen, aber auch in besonderem Maße zur Sensibilisierung der Grazer Bevölkerung beitragen, hieß es bei der Pressekonferenz. Wir haben im Sommer an den Plänen gearbeitet, teilten die Stadtbehörden mit.

Derzeit gelten folgende Maßnahmen

Beleuchtungseinschränkungen in öffentlichen Gebäuden: Die Beleuchtung wird eine Stunde später ein- und eine Stunde früher ausgeschaltet.

Verkürzung der Beleuchtungsdauer der Weihnachtsbeleuchtung: Die Adventsbeleuchtung wird nur noch zwei Tage (und nicht wie bisher zehn Tage) vor dem ersten Adventssonntag angezündet.

Energieeinsparung in öffentlichen Gebäuden: Flure und Toiletten sollen nur noch zum Frostschutz beheizt werden, zusätzliche Heizkörper sind nicht mehr erlaubt. Die Nutzung von Kühlschränken soll reduziert, Drucker automatisch in den Stand-by-Modus geschaltet, Büros auf maximal 21 Grad beheizt, Besprechungsräume seltener oder gar nicht genutzt werden.

Die Temperatur von Wasser und Luft in Hallenbädern soll um ein Grad gesenkt werden.

Elektronische Werbung im öffentlichen Raum sollte nachts stumm geschaltet oder ganz abgeschaltet werden.

Graz WLAN und kostenloses WLAN sollten auch nachts abgeschaltet werden.

Ab 2023 sollen „Heizschwämme“ nicht mehr erlaubt sein, sofern die Energiefrühwarnstufe in der Bundesregierung aktiv ist.

Die Mitglieder der Stadtverwaltung wurden gebeten, sich über weitere Ideen zum Energiesparen auszutauschen – erste Gespräche haben bereits stattgefunden. Die Stadt wolle mit gutem Beispiel vorangehen, sagt Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ): „Es geht nicht nur darum, den Menschen zu empfehlen, selbst sorgsam mit Heizung und Strom umzugehen, sondern darum, dass die Stadt Graz Einsparpotenziale hat und dass auch sie es mit sofortiger Wirkung umsetzen werden.”

Energiesparen stehe auf der Agenda, sagte Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne). Alle Maßnahmen zusammen „würden Einsparungen für 1.300 Drei-Personen-Haushalte bringen“, so Magistratsdirektor Martin Haidvogel. Nach Angaben der Verantwortlichen verbrauchen Stadt, Holding und Flughafen nicht annähernd so viel Strom, Gas oder Fernwärme wie die großstädtische Industrie. Energieeinsparung wird mit Unternehmen diskutiert, aber auch mit Kultur- und Sporteinrichtungen.

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