In Wien nimmt der Ausbau mobiler Schulklassen zunehmend Fahrt auf. Um die steigende Zahl von Schülern, bewältigen zu können, setzt Wien an fünf verschiedenen Standorten der größeren Bezirke auf Containerklassen.

Notmaßnahmen durch steigende Schülerzahlen
Die Initiative, mobile Schulklassen einzurichten, kommt als Reaktion auf einen bemerkenswerten Anstieg der Schülerzahlen in Wien. Dieser beunruhigende Trend wird durch den Zuzug bedingt, der mit der Familienzusammenführung von Asylberechtigten einhergeht sowie durch die Folgen des Konflikts in der Ukraine verstärkt wird.
Moderne Klassenräume
Laut Aussagen werden diese mobilen Einrichtungen mit dem neuesten technologischen Standard ausgestattet sein, um ein optimales Lernumfeld zu gewährleisten. Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) unterstreicht in einem Interview mit der APA das hohe Niveau dieser provisorischen Klassenräume, welche allen modernen Anforderungen entsprechen sollen: “Das sind vollwertige Klassen mit modernster technischer Ausstattung.” Besonders bedacht werden dabei Aspekte wie das Raumklima, um sicherzustellen, dass jeder junge Lernende in Wien eine angemessene Unterrichtsumgebung vorfindet.
Standorte und zukünftige Pläne
Die temporären Bildungseinrichtungen sollen in den Bezirken Favoriten, Simmering, Floridsdorf, Donaustadt und Liesing ihren Platz finden: “Die mobilen Schulklassen werden gerade fertig errichtet. Da gab es im Frühsommer Vorbereitungsarbeiten, in nächsten Wochen wird das fertiggestellt”. Obwohl diese Maßnahme als vorläufig gilt, bestehen Pläne, diese Zellen in der Zukunft in dauerhafte Strukturen umzuwandeln.
Des Weiteren unterstreicht der Bildungsstadtrat die anhaltende Suche nach zusätzlichem Schulraum und die Notwendigkeit, die Entwicklungen in der Familienzusammenführung genau im Auge zu behalten.
Forderungen an den Bund
Die Kooperation mit dem Bundesinnenministerium, besonders im Umgang mit den Herausforderungen durch neu ankommende Schulkinder, wird von Wiederkehr als unbefriedigend empfunden. In den letzten Monaten kamen jeweils rund 300 Kinder zusätzlich in die Schulen in Wien.
Im Fokus stehen dabei die vom Bund angekündigten speziellen Deutschförderklassen, die auf den von Wien iniitierten Orientierungsklassen basieren und Kinder mit geringer schulischer Vorerfahrung unterstützen sollen. Der Stadtrat wünscht sich eine Flexibilisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen, die kurzfristige Bildungsangebote außerhalb der herkömmlichen Schulen zulässt. Nur so kann auf spontane Anforderungen reagiert werden.
Soziale Verantwortung
Wiederkehr weist kritisch darauf hin, dass ein national einheitliches Unterstützungssystem für schutzbedürftige Menschen angestrebt werden sollte. Denn derzeit bekommen subsidiär Schutzberechtigte, Personen deren Asylantrag mangels Verfolgung abgewiesen wurde, in Wien mehr Geld als in Niederösterreich. Er betont gleichzeitig die Wichtigkeit, den geflüchteten Menschen angemessene Unterstützung zu bieten um Kriminalität zu verhindern.
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