Wimbledon, Halbfinale, Djokovic gegen Sinner – der Serbe hat noch eine Rechnung offen, und er weiß es genau.
Auf dem heiligen Rasen von Wimbledon bahnt sich ein Generationenduell an, das die Tenniswelt in Atem hält. Am Freitag steht Novak Djokovic im Halbfinale dem amtierenden Weltranglistenersten und Titelverteidiger Jannik Sinner gegenüber – ein Aufeinandertreffen, das mehr ist als nur ein Spiel.
Der Weg dorthin war für den 24-fachen Grand-Slam-Champion alles andere als ein Spaziergang. Im Viertelfinale lieferte sich Djokovic mit Felix Auger-Aliassime ein zermürbendes Fünf-Satz-Gefecht, das sich über volle fünf Stunden erstreckte. Wer dachte, der Serbe könnte danach angeschlagen wirken, wurde bei der anschließenden Pressekonferenz eines Besseren belehrt.
Djokovics klare Ansage
„In dieser Phase meiner Karriere kann ich immer noch mit den 15 Jahre jüngeren Burschen mithalten – und sie auch schlagen“, ließ Djokovic keinen Zweifel an seiner Verfassung. „Die Partie heute war für mich wie ein Finale. Ich habe alles gegeben.“
Für Sinner sind diese Worte keine leere Drohung. Die Australian Open dieses Jahres liegen dem Südtiroler noch schmerzhaft im Gedächtnis. Im Halbfinale in Melbourne rang Djokovic den Weltranglistenersten nach fünf Sätzen und mehr als vier Stunden Spielzeit nieder – eine der bittersten Niederlagen in Sinners bisheriger Karriere.
Australien als Warnung
Dass Djokovic das dortige Finale gegen Carlos Alcaraz verlor, ändert nichts an der Botschaft, die er mit diesem Sieg sendete. „Ich versuche weiterhin, mir und allen anderen zu beweisen, dass ich mit den Besten der Welt mithalten kann – und dass ich sie auf den größten Bühnen schlagen kann“, erklärte Djokovic. „Genau das habe ich in Australien gemacht, das habe ich hier gemacht, und ich hoffe, dass ich das wiederholen kann.“