Der PR-Agentur-Chef Rudi Fußi (46) hat ambitionierte Pläne: Er möchte an die Spitze der SPÖ und plant, den aktuellen Parteichef Andreas Babler (51) abzulösen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist Fußi bereits aktiv dabei, die erforderliche Unterstützung in Form von Unterschriften zu sammeln. Und eines möchte er außerdem auch noch: Die Asylpolitik komplett umkrempeln.

Neuer Ansatz in der Migrationspolitik
Eine Pressekonferenz ist für den kommenden Mittwoch angesetzt, bei der er seine politischen Ansichten umfassend darlegen möchte. Fußi hat entschieden, das die Migrationspolitik als zentralen Auftakt seines politischen Programms zu wählen: „Ich habe mich bewusst für den Auftakt der inhaltlichen Erklärungen für das umstrittenste Thema entschieden, weil hier das Versagen von ÖVP und SPÖ am größten war und bis heute auch ist. Auch in diesem Bereich wird es zu einem völligen Neustart kommen.“
Fußi fügt weiter hinzu: „Ebenso werde ich zu diesem Kapitel auch meine Koalitionsbedingungen nennen, ohne die es keine Regierungsbeteiligung der SPÖ unter meiner Führung geben wird.” Online wettert Fußi bereits seit geraumer Zeit gegen „seine“ Partei. In seinem Blog schrieb der PR-Profi unter anderem eine „Anleitung zum Weg aus der SPÖ-Krise“.
Ich bin wirklich bass erstaunt, dass es keinen breiten gesellschaftlichen Konsens gibt, dass 35% Muslime in Wiener Schulen einfach eine falsche Entwicklung darstellt. An manchen Schulen sind es über 50%.
— Rudi Fußi (@rudifussi) June 14, 2024
Das wird unser Land verändern, es ist eine falsche Entwicklung.…
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Strategisches Vorgehen für die Parteiführung
Entsprechend fordert er einen vollständigen Neustart in der Asylpolitik. Sein Ziel ist es, einen innovativen Asylkurs in die SPÖ einzubringen, und dabei wird er auch klar seine Bedingungen für mögliche Koalitionen formulieren. Fußi macht deutlich, dass ohne die Erfüllung dieser Bedingungen unter seiner Führung keine Regierungsbeteiligung der SPÖ zustande kommen wird.