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Wohlstandsgefälle

Geld-Glück-Paradox: Österreicher finanziell zufriedener als EU-Durchschnitt

Geld-Glück-Paradox: Österreicher finanziell zufriedener als EU-Durchschnitt
(Foto: Pexels)
2 Min. Lesezeit |

Geld macht nicht glücklich – diese Volksweisheit spiegelt sich in aktuellen EU-Daten wider. Die finanzielle Zufriedenheit der Europäer liegt deutlich unter ihrer Lebenszufriedenheit.

In der EU bewerteten die Bürgerinnen und Bürger ihre finanzielle Situation im Jahr 2022 durchschnittlich mit 6,6 von 10 möglichen Punkten. Dieser Wert bleibt merklich hinter der allgemeinen Lebenszufriedenheit zurück, die im selben Erhebungszeitraum bei 7,1 Punkten lag. Die Spitzenplätze bei der Zufriedenheit mit den eigenen Finanzen belegen die Niederlande und Finnland mit jeweils 7,6 Punkten. Auf dem Treppchen folgen Schweden (7,4) und Österreich (7,3).

Finanzielle Zufriedenheitslücke

Am unteren Ende der Skala finden sich sechs EU-Staaten, deren Bevölkerung ihre finanzielle Lage mit weniger als 6 Punkten bewertet – ein Indikator für überwiegende Unzufriedenheit. Das Schlusslicht bildet Bulgarien mit lediglich 4,6 Punkten, gefolgt von Griechenland (5,3), Kroatien (5,7), der Slowakei (5,8) sowie Ungarn und Lettland (beide 5,9).

Während die allgemeine Lebenszufriedenheit jährlich erfasst wird, erhebt die EU spezifische Zufriedenheitswerte – darunter jene zur finanziellen Situation, zu persönlichen Beziehungen und zur Freizeitgestaltung – nur alle sechs Jahre. Diese Indikatoren sind Teil der umfassenden EU-Statistik zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC).

Bemerkenswert ist dabei, dass die subjektiven Selbsteinschätzungen der Befragten nicht immer mit den objektiven Lebensbedingungen korrelieren, die ebenfalls im Rahmen der EU-SILC-Erhebung dokumentiert werden. Die EU-weit harmonisierte Erhebungsmethodik gewährleistet dabei die Vergleichbarkeit der Daten zwischen den Mitgliedstaaten.

In Österreich werden jährlich mehrere tausend Haushalte befragt, um eine repräsentative Datenbasis zu schaffen.

Aufwärtstrend nach Corona-Krise

Ein Blick auf die Entwicklung zeigt, dass sich die finanzielle Zufriedenheit nach dem pandemiebedingten Einbruch wieder erholt hat. Der EU-Durchschnitt stieg von 6,4 Punkten (2021) auf 6,6 Punkte (2022), während die allgemeine Lebenszufriedenheit im selben Zeitraum relativ stabil blieb.

Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass sich die wirtschaftlichen Sorgen der Bürger allmählich wieder verringern, die Kluft zwischen finanzieller und allgemeiner Lebenszufriedenheit jedoch bestehen bleibt.

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KO KOSMO-Redaktion
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