Mehr Personal, neue Kampfjets und modernste Ausrüstung – das österreichische Bundesheer rüstet auf. Verteidigungsministerin Tanner sieht die Truppe auf Erfolgskurs.
Verteidigungsministerin Tanner zieht positive Bilanz zum Bundesheer-Ausbau und verweist auf steigende Personalzahlen. Über 1.200 Personen begannen heuer die Ausbildung zum Offizier oder Unteroffizier, während die Zahl der freiwilligen Austritte zurückging. Bei den zivilen Bediensteten wurden sämtliche 700 Planstellen besetzt. „Richtung und Geschwindigkeit stimmen, da sind wir auf einem guten Weg“, betont Tanner.
Die größte Herausforderung sieht die Ministerin künftig in der reibungslosen Implementierung neuer Systeme. Für die militärische Infrastruktur wurden 426 Millionen Euro bereitgestellt, die in 700 Projekte, Instandhaltungsmaßnahmen, Energieversorgung und Mietkosten flossen. Etwa die Hälfte dieser Bauprojekte steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Reformagenda „Mission Vorwärts“ und dem langfristigen Aufbauplan ÖBH2032+.
Moderne Ausrüstung
Die Modernisierung der Ausrüstung schreitet ebenfalls voran. Für 1,5 Milliarden Euro wurden zwölf neue Kampfjets vom Typ Leonardo M-346 angeschafft. Zusätzlich investierte das Bundesheer in 315 unbemannte Luftfahrzeuge, neue Gefechtsanzüge, ein Aufklärungsradar sowie eine Drohnenabwehrbatterie.
Im Bereich der Inlandseinsätze waren von Jänner bis November durchschnittlich 505 Soldaten im Sicherheitsdienst tätig und leisteten dabei fast 170.000 Personentage. Die Bewachung kritischer Infrastruktur in Wien wurde erneut verlängert und läuft nun bis Ende März 2026.
Internationale Einsätze
Das internationale Engagement des Bundesheeres bleibt konstant. Derzeit befinden sich knapp 600 österreichische Soldaten in 17 verschiedenen Auslandseinsätzen. Die stärksten Kontingente sind im Kosovo (157), in Bosnien (194) und im Libanon (164) stationiert. Auch ein Spezialteam des ABC-Abwehrzentrums unterstützte die Slowakei bei der Seuchenbekämpfung.
Der Entminungsdienst des Bundesheeres verzeichnete ebenfalls eine beachtliche Bilanz: Bei 1.058 Einsätzen wurden rund 28,5 Tonnen Kriegsmaterial geborgen und entschärft.