Grillverbot in Wien: Bei Nichtbeachtung droht eine Strafe von tausenden Euro

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Grillverbot in Wien: Bei Nichtbeachtung droht eine Strafe von tausenden Euro

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Grillen
Alle öffentlichen Grillplätze Wiens werden strengstens kontrolliert. (FOTO: iStock)

Seit Donnerstag verbietet die Stadt Wien das Grillen auf öffentlichen Plätzen in der Landeshauptstadt. Aufgrund der anhaltenden Hitze besteht Waldbrandgefahr. Wer sich nicht daran hält, könnte ziemlich tief in die Tasche greifen.

Die aktuelle Hitzewelle, die seit mehreren Tagen über 30 Grad am Thermometer verzeichnet, trocknet immer mehr Wälder und Wiesen aus. Da auch in den nächsten Tagen keine Abkühlung in Sicht ist, hat die Stadt Wien ein komplettes Grillverbot verordnet. Die Sperre gilt ab Donnerstag, dem 09. August 2018 bis auf Widerruf. Erst bei nachhaltigen Regenschauern wird es aufgehoben.

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Für KOSMO schrieb die Wiener Stadträtin für Umwelt, Ulli Sima, eine Gastkolumne über eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten der Wiener, das Grillen.

Rauchen auch verboten
„Es wäre unverantwortlich, bei dieser extremen Trockenperiode das Grillen weiter zu gestatten. Wir appellieren an die Bevölkerung, sich an dieses Verbot zu halten, um niemanden zu gefährden“, betont der stellvertretender Forstdirektor Herbert Weidinger. Konkret ist „das Rauchen, das Hantieren mit offenem Feuer und Licht sowie jegliches Feuerentzünden im Wald und dessen Gefährdungsbereich im Gebiet der Stadt Wien“ verboten.

Strenge Kontrollen
Kontrolliert wird das Grillverbot von verschiedenen Stellen: Auf den Grillplätzen der Donauinsel ist die Abteilung Wiener Gewässer (MA 45) unterwegs. Die Wienerwald-nahen Gebiete werden von den Förstern der MA 49 patroulliert. Im Draschepark sehen die Mitarbeiter der MA 42 nach dem Rechten. Grillplatzmeister sind auch überall vertreten. In privaten Gärten und außerhalb des Gefährdungsgebietes darf weiter gegrillt werden.

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Hohe Strafen
Wer trotz Verbot auf einem der Grillplätze sein Essen über offenen Feuer zubereitet, könnte mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Laut Forstgesetz kostet das illegale Grillen bis zu 7270 Euro und kann unter anderem eine Freiheitsstrafe von vier Wochen mit sich ziehen.