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4 Schwerverletzte

Großeinsatz wegen Bandenkrieg in Meidling (FOTOS)

(FOTO: iStock/Spitzt-Foto)
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In der Nähe des Bahnhofs Meidling in Wien kam es am späten Sonntagabend zu einem Polizeieinsatz von großem Ausmaß. Die Ursache: Eine erneute Eskalation der Bandengewalt, bei der offenbar auch Schusswaffen im Spiel waren.

Unübersichtliche Situation vor Ort

Bei dem Einsatz kurz vor 22 Uhr, tummelten sich Dutzende von Einsatzkräften in der Eichenstraße beim Bahnhof Meidling. Sogar ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Augenzeugenberichten zufolge erstreckte sich das Szenario bis zur einige Straßen entfernten Bonygasse. Die Einsatzkräfte mussten nicht nur in Meidling ausrücken, sondern wurden auch zu einem Vorfall in einem Zug am Bahnhof Schwechat gerufen.

Vier Schwerverletzte

Die genauen Umstände des Großeinsatzes waren zu Beginn noch unklar, doch scheint der Vorfall in direktem Zusammenhang mit den kürzlich aufgetretenen gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gruppierungen zu stehen. Diesmal waren anscheinend Gruppen syrischer und tschetschenischer Herkunft involviert. Erste Informationen deuten darauf hin, dass die Konfrontation mindestens vier Schwerverletzte forderte, drei davon durch Messerangriffe.

Augenzeugen berichten von bewaffneten Männern

Berichte sprechen von Männern, die schwer bewaffnet durch die Straßen zogen, teilweise ausgestattet mit Messern und mindestens einer Schusswaffe. Die Polizeiaktion vor Ort umfasste zahlreiche Personenkontrollen und führte zu mehreren Festnahmen. Nach einigen Flüchtigen wurde gefahndet.

Gewaltakte erschüttern die Stadt

Nur Tage zuvor hatte eine Welle der Gewalt Wien erschüttert. Eine Auseinandersetzung zwischen türkischen Fußballfans und Syrern im Wiener Prater endete in Chaos und Gewalt. Eine weitere gewaltsame Begegnung zwischen verfeindeten Gruppen im 20. Bezirk hinterließ zwei leicht durch Schusswaffen verletzte Syrer und einen Russen vermutlich durch Messerstiche verletzt.