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Integrationsbilanz

Gut ausgebildet – trotzdem ausgegrenzt? Das Problem unserer Zuwanderer!

Gut ausgebildet – trotzdem ausgegrenzt? Das Problem unserer Zuwanderer!
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Der OECD-Bericht zur Integration von Zugewanderten in Österreich zeichnet ein differenziertes Bild mit Licht und Schatten. Die umfangreichen Investitionen in Integrationsmaßnahmen zeigen durchaus positive Wirkung, wie die Analyse verdeutlicht.

Etwa 20 Prozent der Gesamtbevölkerung und ein Viertel der Personen im erwerbsfähigen Alter haben Migrationshintergrund. Besonders die Teilnahme an Sprachkursen liegt bei Zugewanderten aus Nicht-EU-Ländern im internationalen Vergleich auf einem hohen Niveau. Die Erwerbstätigenquote hat einen Höchststand erreicht und übertrifft leicht den EU-Durchschnitt.

Dennoch bestehen erhebliche Hürden auf dem Arbeitsmarkt. Gering qualifizierte Zugewanderte sind mit einer Arbeitslosenquote von rund 18 Prozent konfrontiert – einer der höchsten Werte in Europa. Viele Migranten finden sich in Hilfstätigkeiten wieder, obwohl sie für anspruchsvollere Aufgaben qualifiziert wären. Besonders auffällig: Nur 27 Prozent der berufstätigen Zugewanderten mit Hochschulabschluss aus Nicht-EU-Staaten arbeiten in Positionen, die ihrer Qualifikation entsprechen.

Bildungsmuster

Bei den Bildungsabschlüssen zeigt sich ein interessantes Muster. Der Anteil hochqualifizierter Zuwanderer liegt über jenem der einheimischen Bevölkerung – vor allem dank gut ausgebildeter EU-Bürger. Allerdings verfügt nur ein Viertel der Zugewanderten über einen Hochschulabschluss. Im Vergleich zu Deutschland, Belgien und den Niederlanden, wo mehr als 20 Prozent der Migranten lediglich einen Pflichtschulabschluss vorweisen können, steht Österreich jedoch besser da.

Soziale Herausforderungen

Die Wohnsituation vieler Zugewanderter bleibt problematisch. Mehr als die Hälfte der Migranten im erwerbsfähigen Alter lebt in dicht besiedelten Gebieten, was häufig zu beengten Wohnverhältnissen führt. Der oft niedrige sozioökonomische Status wirkt sich auch auf die Bildungschancen der Kinder aus, was sich in schwächeren PISA-Ergebnissen niederschlägt.

Ein weiteres Problemfeld betrifft die Arbeitsmarktbeteiligung von Migrantinnen. Sie bleiben fast doppelt so häufig unfreiwillig dem Arbeitsmarkt fern wie in Österreich geborene Frauen.

Ein Drittel gibt familiäre Verpflichtungen als Hauptgrund an.

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KO KOSMO-Redaktion
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