Sechs Monate nach dem Tod einer Musiklegende meldet sich sein Sohn mit Worten, die tief ins Herz treffen.
Sechs Monate sind vergangen, seit Halid Beslic die Bühne des Lebens verlassen hat – und sein Sohn Dino findet noch immer keine Worte, die groß genug wären für diesen Verlust. Auf seinen Social-Media-Kanälen teilte er dieser Tage ein Foto seines Vaters, dazu Zeilen, die vielen seiner Follower die Kehle zuschnürten: „Papa, heute sind es sechs Monate, seit du in eine andere Welt gegangen bist – ich hoffe, sie ist besser als diese. Wisse, dass du uns sehr fehlst. Jeden Tag vermissen wir dich mehr. Weißt du, jeden Tag warte ich darauf, dass du anrufst und einfach fragst: ‚Bist du da?‘ Ich liebe dich, dein Dino.“
Beslics Lebensweg
Halid Beslic wurde am 20. November 1953 im Dorf Knežina bei Sokolac in Bosnien und Herzegowina geboren. Am 7. Oktober verstarb er in Sarajevo nach einem langen Kampf gegen eine schwere Krankheit. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, zeigte er schon als Kind eine außergewöhnliche musikalische Begabung.
Nach Schulabschluss und Militärdienst zog er nach Sarajevo, wo er in Gaststätten und kleinen Clubs auftrat – und sich Abend für Abend eine treue Fangemeinde erspielte.
Millionenfache Hits
Seine Karriere nahm Ende der 1970er-Jahre Fahrt auf. Den ersten großen Durchbruch brachte ihm 1979 der Song „Majko, sine“. In den Achtzigerjahren avancierte er zu einem der prägendsten Namen der jugoslawischen Volksmusikszene – mit Hits wie „Miljacka“, „Romanija“, „Prvi poljubac“, „Ja bez tebe ne mogu da živim“, „Lavanda“ oder „Ja bez suza ne mogu da živim“.
Was seine Lieder von anderen unterschied, war ihre Aufrichtigkeit: eine unverwechselbare Stimme, schlichte Sprache und echte Emotion. Das Publikum im gesamten ehemaligen Jugoslawien nahm ihn dafür ins Herz. Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte er mehr als zehn Studioalben, von denen viele Millionenauflagen erreichten.