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Flüge gestrichen

Herber Rückschlag: Albanischer Vorzeige-Airport bleibt geschlossen

Herber Rückschlag: Albanischer Vorzeige-Airport bleibt geschlossen
FOTO: Facebook/Vlora Airport
2 Min. Lesezeit |

Ein Flughafen, der nicht öffnet – und Tausende Urlaubspläne, die damit platzen. Albaniens Riviera bleibt vorerst unerreichbar.

Der neue Flughafen von Vlora war als Vorzeigeprojekt der albanischen Regierung geplant. Rund 190 Millionen Dollar werden in den Bau investiert, der auf einem früheren Militärgelände etwa 20 Kilometer nördlich der Küstenstadt entsteht. Der Bau begann im November 2021, das Projekt soll Albaniens zweiter internationaler Flughafen werden. Doch es ist seit Jahren von Konflikten begleitet.

Umweltorganisationen warnen, weil die Anlage unmittelbar neben einer geschützten Lagune errichtet wird – einem Lebensraum für Flamingos und Pelikane sowie einem wichtigen Rastgebiet für Zugvögel. Fachleute sehen darin ein erhöhtes Risiko für Vogelschlag-Vorfälle.

Flüge gestrichen

Genau dieser Flughafen ist es nun, der für erhebliche Turbulenzen bei Reisenden sorgt. Gebuchte Sommerflüge wurden kurzfristig gestrichen, die Vorfreude auf einen Urlaub an der albanischen Küste hat sich damit vorerst zerschlagen. Die Schweizer Airline Chair hatte als erstes Unternehmen überhaupt Flüge zu dem noch nicht eröffneten Airport angeboten – konkret ab Juni ab Zürich.

Wie das Reiseportal Travelnews berichtet, sind nun sämtliche dieser Verbindungen nach Vlora gestrichen. Der Grund: Der Flughafen ist nicht betriebsbereit. „Nach aktuellem Stand konnte der Flughafen die erforderlichen Zulassungen für diesen Sommer nicht rechtzeitig erhalten“, erklärt Chair-Manager Steven Eichenberger.

Eine Eröffnung in diesem Sommer sei deshalb nicht mehr zu erwarten. Für Passagiere bedeutet das: Alle geplanten Sommerflüge nach Vlora fallen aus.

Albaniens Aufschwung

Dabei erlebt Albanien als Reiseziel gerade einen deutlichen Aufschwung. Laut Zahlen des Reiseveranstalters Dertour steigen die Buchungen für Balkan-Reisen 2026 massiv an, wie die Zeitung Blick berichtet. Besonders Albanien lockt mit günstigen Preisen, türkisblauem Wasser und deutlich weniger Touristen als klassische Ziele wie Mallorca oder Sardinien.

Hinzu kommen Auseinandersetzungen zwischen Investoren, ungeklärte Genehmigungsfragen und Korruptionsvorwürfe. Was als ambitioniertes Infrastrukturprojekt begann, entwickelt sich zunehmend zu einer scheinbar endlosen Baustelle.

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KO KOSMO-Redaktion
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