ORF 2 beleuchtet in „Bürgeranwalt“ brisante Gesundheitsfälle. Von Rettungseinsätzen bis zu Pflegeproblemen stehen Menschen und ihre Schicksale im Fokus.
Gesundheit im Fokus
Am kommenden Samstag um 18 Uhr widmet sich die ORF 2-Sendung „Bürgeranwalt“ vollständig dem Thema Gesundheit. Eine der Hauptgeschichten dreht sich um Hannes S., der während eines Segelausflugs in Kroatien plötzlich schwere Brustschmerzen erlitt. Glücklicherweise konnte ein anwesender Arzt sofort einen Herzinfarkt erkennen und alarmierte den Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung. Hannes S. wurde nach Pula gebracht und von dort ins Klinikum Klagenfurt geflogen. Die Kosten für diesen Einsatz beliefen sich auf fast 14.000 Euro, von denen letztlich die Hälfte übernommen wurde. Die Sendung wird untersuchen, warum trotz einer Versicherung ein hoher Selbstbehalt erforderlich war, eine Frage, die die Studiogäste klären sollen.
⇢ Milliardenloch in ÖGK: Ärzte fordern Rettungsplan für Gesundheitswesen
Pflegegeld und Unterstützung
Ein weiterer Fall behandelt Corinna G., die seit einer Gehirnblutung im Jahr 2019 auf persönliche Assistenz angewiesen ist. Sie erhielt dafür finanzielle Unterstützung aus Niederösterreich. Doch im Januar 2024 wurde ihr Pflegegeld auf Stufe 3 reduziert, was ein großes finanzielles Problem darstellt, da der Zuschuss an Pflegestufe 5 gebunden ist. Die Sendung wird die Rechtmäßigkeit dieser Entscheidung hinterfragen.
Günter S., seit einem Skiunfall 2010 querschnittgelähmt und auf Beatmung angewiesen, wurde Ende 2024 vom Land Salzburg die Finanzierung seiner 24-Stunden-Intensivpflege verweigert. Erst nach einer Diskussion in der „Bürgeranwalt“-Sendung am 8. März 2025 durfte er die Klinik verlassen und zu seiner Familie nach Wagrain zurückkehren. Sein emotionaler Appell führte dazu, dass er nun wieder Intensivpflege zu Hause erhält, allerdings nur mit einer Bewilligung für sechs Monate, was die Familie aufgrund der unsicheren Zukunft kritisiert.
Unterstützung für Familien
Ein weiteres Thema der Sendung ist das Ehepaar S. aus Niederösterreich, das seit 45 Jahren seine körperlich und geistig behinderte Tochter betreut. Ihre Pläne, sie in einer nahegelegenen Wohngemeinschaft unterzubringen, scheiterten an der fehlenden medizinischen Unterstützung. Volksanwalt Bernhard Achitz fordert von den Behörden mehr Kreativität, um die Familie zu unterstützen.
Ob es inzwischen eine Lösung gibt, bleibt offen.