Tränen, Wut und ein verzweifelter Appell: Vor dem Gerichtsgebäude in Sitten konfrontierten trauernde Familien die Barbetreiber des „Le Constellation“ mit ihrem Verlust.
Jessica Moretti, Betreiberin des «Le Constellation» in Crans-Montana, wurde am Donnerstag in Sitten erneut zu den Vorfällen befragt. Vor dem Gebäude hatten sich zahlreiche Familienangehörige der Opfer versammelt, die bei dem verheerenden Brand in der Jännernacht ums Leben gekommen waren. Die Aktion war zuvor über soziale Medien koordiniert worden, um gezielt Druck auf die Verantwortlichen auszuüben. „Die Eltern müssen kommen, um Druck auszuüben“, lautete der Aufruf auf Tiktok. Ein weiterer Beitrag verdeutlichte das Anliegen der Angehörigen: Sie wollten „La Moretti“ nicht provozieren oder anschreien, sondern erreichen, dass sie ihnen in die Augen blickt und durch sie hindurch die Augen ihrer verstorbenen Kinder sieht.
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Eskalierte Konfrontation
Der Morgen eskalierte, als das Ehepaar Moretti eintraf. Aufgebrachte Angehörige stürmten auf die beiden zu und stellten sie mit tränenerfüllten Augen zur Rede. „Ihr habt unsere Kinder getötet!“, riefen sie den Barbetreibern entgegen. Ein Bruder eines Verstorbenen versuchte offenbar, Jessica Moretti zu treten. Videoaufnahmen dokumentieren, wie das Paar nur mit Hilfe eines Polizeibeamten das Gebäude betreten konnte. Laut Bericht des „Blick“ waren die Sicherheitsvorkehrungen unzureichend. Erst nachdem die Barbetreiber im Inneren des Gebäudes verschwunden waren, beruhigte sich die Situation auf dem Platz allmählich.
😱🔴 Le sourire glacial de Jessica Moretti quand un frère en larmes lui hurle « Vous avez tué mon grand frère salope ! 👀 Regardez-moi dans les yeux ! »
41 jeunes brûlés vifs à cause de leur négligence à Crans-Montana… Justice POUR LES VICTIMES ! 🔗 Vidéo choc 👇… pic.twitter.com/kFWX1lwJaf
— 🇮🇹 RADIOROMA (@RadioRomaX) February 12, 2026
Trauernde Eltern
Im Gespräch mit dem „Blick“ erklärte der Vater eines Opfers, dass die Konfrontation mit den Morettis für ihn „eine Herzensangelegenheit“ sei. Es gehe nicht um öffentliche Aufmerksamkeit, sondern darum zu verhindern, dass weitere Eltern ihre Kinder zu Grabe tragen oder im Krankenhaus besuchen müssten. Bei dem Brand im «Le Constellation» in der Silvesternacht kamen 41 Menschen ums Leben, viele weitere junge Gäste erlitten schwere Verletzungen.