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BOSNIEN

Ihre Liebe ist stärker als der Trennzaun zwischen Kroaten und Bosniaken (FOTO)

Travnik-Bosnien-Trennzaun-Ehepaar
(FOTO: Facebook-Screenshot)

In der Zeit des ehemaligen Jugoslawiens standen interreligioöse und interkulturelle Ehen an der Tagesordnung. Seit des Zerfalls des Vielvölkerstaates ist die Anzahl dieser Partnerschaften stark zurückgegangen.

Der Metallzaun in einem Schulhof in der bosnisch-herzegowinischen Stadt Travnik ist weltbekannt. Bereits mehrfach berichteten internationale Medien über die Trennung der Kinder nach ihrer ethnischen Zugehörigkeit und die sogenannten „zwei Schulen unter einem Dach“.

Travnik ist nur eine von vielen Städten des Landes, wo es dieses Phänomen zu beobachten gibt. Die Kinder kroatischer Nationalität, Katholiken, gehen in die Schule in der rechten Gebäudehälfte, während die bosniakischen Kinder, Muslime, die Schule in der linken Gebäudehälfte besuchen.

Foto geht um den Balkan
Während der Metallzaun der beiden Schulen oftmals als Motiv für das Modell „zwei Schulen unter einem Dach“ herhalten muss, so wollte ein Paar aus Travnik eine ganz andere Botschaft schicken – keine trennende, sondern eine vereinende.

Elisabeth Hrgić und Inas Dagoja gaben sich kürzlich das Ja-Wort. Solche Eheschließungen sind im heutigen Bosnien-Herzegowina eher eine Seltenheit, da Elisabeth kroatischer (katholischer) und Inas bosniakischer (muslimischer) Herkunft ist.

Um ihre Verbindung trotz der Trennung nach ethnischer Zugehörigkeit innerhalb der Stadt zu illustrieren, entschied sich das Paar vor jenem Zaun im Schulhof zu posieren, der die Beiden als Kinder trennte.

Das Bild postete die junge Braut auf Facebook und löste eine Welle positiver Kommentare am gesamten Balkan aus. Darunter schrieb sie einen rührenden Text, welchen ihr in deutscher Übersetzung auf der zweiten Seite finden könnt.

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