Unter dem Deckmantel eines luxuriösen Lebensstils auf Social Media, bekannt als „Rido Kurdi“, fiel ein junger Türke auf. Die Wahrheit hinter seinem Reichtum: illegale Schleusungen. Mit nur 21 Jahren organisierte er den unerlaubten Grenzübertritt von mindestens 141 Migranten, bevor die Polizei in Bregenz das Netz um ihn zuzog.

Schlepper-Netzwerk
Die Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis (Oberösterreich) hatte den Verdächtigen bereits im Visier, als drei Fahrer, die in seinem Namen Migranten transportierten, entdeckt wurden. Ihre Aussagen belasten ihn schwer. Der 21-jährige Türke gab an, sich durch sporadische finanzielle Unterstützung seiner Familie über Wasser zu halten. Währenddessen hielt er sich selbst ebenfalls unrechtmäßig in Österreich auf. Die Anschuldigungen der Schlepperei weist er von sich. Die Ermittlungen zu weiteren möglichen Komplizen sind noch im Gange.
Aushebung, die weitere Fragen aufwirft
Die Festnahme in Bregenz markiert einen bedeutenden Schritt im Kampf gegen illegale Grenzüberschreitungen. Doch der Fall des jungen Türken dient als mahnendes Beispiel dafür, wie tief die Wurzeln von Schleppernetzwerken in unserer Gesellschaft verankert sein können.