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Autorennen

Illegales Autorennen endet tödlich – Opel schleudert in Gegenverkehr

Illegales Autorennen endet tödlich – Opel schleudert in Gegenverkehr
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Tödliches Drama auf der B28: Ein 19-Jähriger verliert die Kontrolle über seinen Opel, schleudert in den Gegenverkehr. Nun verdichten sich Hinweise auf ein illegales Autorennen.

Ein folgenschwerer Verkehrsunfall auf der B28 bei Blaustein erschütterte am Dienstagabend die Region. Ein Opel geriet gegen 17.50 Uhr in einer Linkskurve nahe des Schotterwerks an den Randstein, während er in Richtung Blaubeuren fuhr. Das Fahrzeug verlor die Kontrolle, drehte sich quer zur Fahrbahn und rutschte in den Gegenverkehr. Dort kollidierte es trotz Vollbremsung mit einem in Richtung Ulm fahrenden Audi.

Die Wucht des Aufpralls war enorm: Der Opel wurde seitlich eingedrückt, verlor seine Hinterachse und die abgerissene Heckklappe landete in einem Baum. Umherfliegende Trümmerteile beschädigten zusätzlich einen hinter dem Audi fahrenden VW. Der Opel selbst wurde über die Leitplanke geschleudert und kam kopfüber im Böschungsbereich zum Liegen.

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Tragische Folgen

Die Bilanz des Unfalls ist tragisch: Der 19-jährige Opel-Fahrer verlor sein Leben, während der 60-jährige Audi-Fahrer schwere Verletzungen erlitt. Für den jungen Mann kam jede Hilfe zu spät – der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Der Fahrer des Audi wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden, bevor er mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus transportiert wurde.

Ein glücklicher Umstand war die zufällige Anwesenheit eines Feuerwehrmanns aus Blaubeuren, der auf seinem Heimweg als einer der Ersten an der Unfallstelle eintraf. Er erkannte sofort den Ernst der Lage und sorgte für die schnelle Alarmierung von Rettungsdienst und Feuerwehr. Neben zwei Rettungswagen und zwei Notärzten rückte auch die Feuerwehr Blaubeuren zum Einsatzort aus, der genau auf der Grenze zwischen den Gemarkungen Blaustein und Blaubeuren lag.

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Verdacht auf Autorennen

Im Zuge der Unfallaufnahme erhärtete sich der Verdacht auf ein illegales Autorennen. Zeugenaussagen zufolge sollen sich der verunglückte 19-Jährige und ein gleichaltriger Bekannter kurz vor dem Unfall im Überholverbot gegenseitig überholt haben. Die Staatsanwaltschaft ordnete daraufhin die Hinzuziehung eines Sachverständigen für Unfallanalytik an, der gemeinsam mit der Verkehrspolizei Spuren sichern und ein Gutachten zum genauen Unfallhergang erstellen soll.

Bei der akribischen Spurensicherung kamen moderne technische Hilfsmittel zum Einsatz. Mit einer Drohne und einem 3D-Scanner wurden alle relevanten Unfallspuren dokumentiert. Da die Arbeiten bis in die Dunkelheit andauerten, wurde das Technische Hilfswerk (THW) Blaubeuren alarmiert. Zwölf THW-Helfer leuchteten einen rund hundert Meter langen Abschnitt der Bundesstraße samt angrenzender Böschung taghell aus, um eine lückenlose Spurensicherung zu gewährleisten.

Nach der Bergung der Unfallfahrzeuge durch zwei Abschleppwagen musste das THW noch mit ölverschmutztem Erdreich kontaminierte Bereiche abtragen. Die Bundesstraße konnte erst nach gründlicher Fahrbahnreinigung gegen 0:30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 37.000 Euro.

Die Ermittlungsbehörden bitten nun Zeugen, die Angaben zur Fahrweise des Opel Astra und des VW Golf auf der B28 vor dem Unfall machen können, sich unter der Telefonnummer 0731/188-3812 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

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KO KOSMO-Redaktion
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