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Immobilienmarkt

Immobilien-Hammer: Wohnungspreise nochmal um 33 Prozent gestiegen

Immobilien-Hammer: Wohnungspreise nochmal um 33 Prozent gestiegen
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Wohneigentum in Österreich wird wieder teurer – und ein Bundesland überrascht mit einem Preissprung, der alle anderen weit hinter sich lässt.

Wer in Österreich eine Eigentumswohnung kaufen möchte, muss dafür wieder tiefer in die Tasche greifen als noch vor wenigen Jahren. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von ImmoScout24, die einen klaren Aufwärtstrend bei den Kaufpreisen belegt – nach einer Phase relativer Stabilisierung.

Für eine durchschnittliche 70-Quadratmeter-Wohnung wurden 2023 weniger als 400.000 Euro verlangt. Laut der aktuellen ImmoScout24-Datenanalyse liegt der Preis für vergleichbare Objekte im Jahr 2025 bei 422.870 Euro – ein Anstieg von knapp 25.000 Euro. Der Quadratmeterpreis erhöhte sich dabei von 5.810 Euro im Jahr 2024 auf 6.041 Euro im Jahr 2025, was einem Zuwachs von vier Prozent innerhalb eines einzigen Jahres entspricht.

Teuerste Bundesländer

Das teuerste Bundesland bleibt Tirol: Dort werden aktuell 7.043 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, was für eine 70-Quadratmeter-Wohnung einem Kaufpreis von 493.010 Euro entspricht. Auch Wien zählt weiterhin zu den kostspieligsten Regionen des Landes – der Quadratmeterpreis liegt dort bei 6.636 Euro, eine 70-Quadratmeter-Wohnung schlägt mit 464.520 Euro zu Buche.

Die stärkste Preisdynamik verzeichnet das Burgenland: Innerhalb eines Jahres stiegen die Quadratmeterpreise dort von 3.909 Euro auf 5.198 Euro – ein Zuwachs von 33 Prozent. Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24, erklärt diesen Ausreißer folgendermaßen: „Der Markt im relativ kleinen Burgenland wird von der Fertigstellung von Neubauprojekten stark beeinflusst. Der Quadratmeterpreis von rund 5.000 Euro entspricht dem Preisniveau von aktuellen Neubauwohnungen.“

Konkret wurden für das Burgenland in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt rund 850 neue Wohneinheiten prognostiziert, wobei 84 Prozent dieser Neubauwohnungen durch gemeinnützige Bauträger entstehen. Dies erklärt auch die starke Preisveränderung im statistisch kleinen Markt des Bundeslandes.

Wer auf der Suche nach vergleichsweise günstigem Wohneigentum ist, wird am ehesten in der Steiermark fündig. Mit einem Quadratmeterpreis von 4.331 Euro und einem Gesamtpreis von 303.170 Euro für 70 Quadratmeter liegt die Steiermark deutlich unter dem bundesweiten Niveau.

Steigende Nachfrage

Der Analyse liegen 193.659 Datenpunkte aus den Jahren 2024 und 2025 zugrunde, die auf ImmoScout24.at erhoben wurden. Als statistische Grundlage diente der Median, der im Gegensatz zum arithmetischen Mittel nicht durch besonders teure oder günstige Einzelobjekte verzerrt wird und daher als aussagekräftiger gilt.

Für die weitere Preisentwicklung zeichnet sich laut Experten kein Rückgang ab. „Sofern die langfristigen Kreditzinsen stabil bleiben, ist die Trendwende am Immobilienmarkt damit gegeben“, so Dejmek. Die Nachfrage ist bereits um 17 Prozent gestiegen. Besonders ausgeprägt ist das Kaufinteresse in Wien und der Steiermark, wo jeweils 21 Prozent mehr Interessenten als im Vorjahreszeitraum registriert wurden. Rückläufig ist die Nachfrage hingegen im Burgenland, wo sie um acht Prozent sank, sowie in Oberösterreich mit einem Minus von einem Prozent.

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KO KOSMO-Redaktion
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