Israels Militär trifft erneut das Herz des iranischen Sicherheitsapparats – diesmal mit Konsequenzen, die weit über Teheran hinausreichen.
Die israelische Armee hat nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz den einflussreichen iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani getötet. Bereits kurz zuvor hatte die Armee einen Präzisionsangriff in Teheran bestätigt, bei dem Basidsch-Chef Gholamresa Soleimani ums Leben kam. Laridschani, der seit August 2025 als Generalsekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats die Verteidigungs-, Nuklear- und Regionalstrategie des Landes koordinierte und zu den mächtigsten Figuren im iranischen Sicherheitsapparat zählte, sei in der Nacht zuvor gemeinsam mit Soleimani getötet worden, erklärte Katz in einer Videobotschaft am Dienstag. Laridschani galt als Schlüsselfigur bei der Niederschlagung der Proteste 2025 und 2026 im Iran und wurde von der US-Regierung nach den Massakern im Januar 2026 sanktioniert.
Katz‘ Ansage
In seiner Ansprache erklärte Katz, Laridschani und Soleimani hätten sich mit dem zu Beginn des Iran-Kriegs getöteten obersten Führer der Islamischen Republik, Ali Chamenei, in den Tiefen der Hölle vereint. Er und Regierungschef Benjamin Netanjahu hätten angeordnet, die Anführer des Terror- und Unterdrückungsregimes im Iran unerbittlich zu verfolgen, so Katz weiter.
Die israelische Armee setze ihr Vorgehen im Iran mit großer Intensität fort, indem sie die Ressourcen des Regimes ins Visier nehme, dessen Raketenabschussfähigkeiten neutralisiere und strategisch wichtige Infrastruktureinrichtungen zerstöre. Die Islamische Revolution werde gerade zerschlagen und ihre Führer sowie ihre Kapazitäten würden gerade neutralisiert.
Basidsch im Fokus
Basidsch-Chef Soleimani war nach Armeeangaben bei einem Präzisionsangriff auf Grundlage geheimdienstlicher Erkenntnisse durch die israelische Luftwaffe in Teheran getötet worden. In ihrer Erklärung zu dem Angriff hob die Armee hervor, dass die unter der Verantwortung der Revolutionsgarden stehenden Basidsch die wichtigsten Unterdrückungsmaßnahmen bei den rund um den Jahreswechsel niedergeschlagenen Massenprotesten gegen die iranische Führung zu verantworten hätten.
Bei der Niederschlagung dieser Proteste wurden laut Menschenrechtsaktivisten tausende Menschen im Iran getötet und zehntausende festgenommen.