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Insiderverkäufe

Insider-Alarm: Warum DroneShield-Bosse ihre eigenen Aktien abstoßen

Insider-Alarm: Warum DroneShield-Bosse ihre eigenen Aktien abstoßen
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Während DroneShield Rekordumsätze und neue Aufträge verkündet, verkaufen Führungskräfte massenhaft eigene Aktien. Der Kurs des Drohnenabwehr-Spezialisten stürzt dramatisch ab.

Die DroneShield-Aktie geriet in den vergangenen Wochen trotz positiver Geschäftszahlen massiv unter Druck. Der Kurs brach von etwa 3,60 Euro Mitte Oktober auf rund 1,50 Euro Anfang November ein. Verantwortlich für den Kurssturz sind vor allem umfangreiche Aktienverkäufe der Unternehmensführung sowie angekündigte Kapitalmaßnahmen, die eine Verwässerung bestehender Anteile zur Folge haben.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass Vorstandschef Oleg Vornik innerhalb einer Woche Aktien im Wert von rund 49 Millionen australischen Dollar veräußert hatte. Der Verkauf von etwa 14,8 Millionen Anteilen zwischen dem 6. und 12. November löste bei vielen Anlegern Besorgnis aus – insbesondere da das Unternehmen zeitgleich Rekordaufträge und Expansionspläne verkündete. Parallel dazu trennte sich Verwaltungsratsmitglied Peter James von weiteren 3,7 Millionen Aktien im Wert von über 12 Millionen Dollar. Diese Insiderverkäufe führten zu einem Kurseinbruch von zeitweise über 30 Prozent – dem stärksten Rückgang seit Monaten.

Irreführende Kommunikation

Zu Beginn der Woche hatte DroneShield einen vermeintlichen Großauftrag über 7,6 Millionen australische Dollar mit einem US-amerikanischen Regierungskunden kommuniziert, was den Aktienkurs kurzfristig um etwa zehn Prozent ansteigen ließ. Allerdings stellte sich heraus, dass es sich nicht um neue Verträge handelte, sondern lediglich um eine Neuausstellung bestehender Vereinbarungen aufgrund regulatorischer Änderungen. Die umgehende Korrektur dieser Mitteilung durch das Unternehmen erschütterte das Anlegervertrauen zusätzlich.

Die Euphorie Anfang Oktober wurde durch russische Drohneneinsätze in Osteuropa ausgelöst, was den Aktienkurs um fast 70 Prozent nach oben katapultierte. Mitte des Monats folgten dann Gewinnmitnahmen, die zu einer Korrektur von rund 30 Prozent führten.

Kapitalverwässerung droht

Zusätzlich belastend wirkte die Ankündigung von DroneShield, etwa 31 Millionen neue Stammaktien auszugeben, um Kapital für Forschung, Entwicklung und strategische Übernahmen zu beschaffen. Diese Maßnahme, die eine Verwässerung für Altaktionäre bedeutet, ließ den Kurs an einem einzigen Tag um circa acht Prozent fallen. Bereits im August hatte das Unternehmen eine ähnliche Kapitalmaßnahme mit der Platzierung von rund 104 Millionen Aktien durchgeführt, was ebenfalls zu Kursverlusten geführt hatte.

Ungeachtet der aktuellen Kursturbulenzen steht DroneShield operativ auf soliden Beinen: Im dritten Quartal verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzwachstum von über 1000 Prozent, der Gesamtumsatz beläuft sich auf etwa 51,7 Millionen Euro bei einer Marktkapitalisierung von rund 2 Milliarden Euro.

Die erhebliche Diskrepanz zwischen Umsatzniveau und Börsenbewertung wirft jedoch Fragen zur Nachhaltigkeit der aktuellen Marktbewertung auf.

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KO KOSMO-Redaktion
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