Stillstand statt Tastatur: Hunderte IT-Beschäftigte in Wien legen die Arbeit nieder – und der Druck auf die Arbeitgeber wächst.
Mehrere hundert Beschäftigte aus der IT-Branche haben am Mittwoch am Erste Campus in Wien-Favoriten an einem Warnstreik teilgenommen. Bereits am Dienstag kam es österreichweit zu Arbeitsniederlegungen – am Mittwoch folgte ein weiterer Ausstand, diesmal am Standort beim Wiener Hauptbahnhof. Dem Aufruf zur Arbeitsniederlegung schlossen sich einige Hundert IT-Angestellte an.
Gescheiterte Verhandlungen
Auslöser der Streikaktionen sind die bislang ergebnislosen Kollektivvertragsverhandlungen. Nach sechs gescheiterten Verhandlungsrunden soll am 10. März ein neuer Anlauf unternommen werden.
Die Arbeitnehmerseite besteht auf einer Anhebung der Mindest- und Ist-Gehälter um 3,5 Prozent. Die Arbeitgeberseite bot zuletzt laut der Gewerkschaft GPA lediglich ein Plus von 2,5 Prozent bei den Mindestgehältern an. Die Forderung der Arbeitnehmer entspricht der aktuellen Inflationsrate von 3,5 Prozent in Österreich.
In Österreich sind insgesamt rund 90.000 Menschen in der IT-Branche beschäftigt.