Die aktuelle Kältewelle in Wien führt zu einem deutlichen Anstieg des Energiebedarfs. Laut Wien Energie liegen die Temperaturen im Jänner um 2,7 Grad unter den Vorjahreswerten und sogar 3,5 Grad unter dem langjährigen Durchschnitt der vergangenen drei Jahrzehnte.
Diese markante Abkühlung spiegelt sich unmittelbar im Heizverhalten wider: Die Wärmeerzeugung ist im Jänner um 13 Prozent gestiegen. Besonders deutlich zeigt sich dies bei der Fernwärme, die in rund 40 Prozent aller Wiener Haushalte für behagliche Temperaturen sorgt.
Historische Spitzenwerte
Der historische Spitzenwert bei der Fernwärmeversorgung wurde laut Wien Energie am 1. März 2018 verzeichnet. Bei morgendlichen Temperaturen von minus 11 Grad musste das Versorgungsnetz eine Heizleistung von knapp über 2.400 Megawatt bereitstellen. Zum Vergleich: An durchschnittlichen Wintertagen werden etwa 1.600 Megawatt benötigt. Aktuell bewegt sich die Heizleistung bei annähernd 1.900 Megawatt.
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Kältere Heizsaison
Über die gesamte laufende Heizsaison betrachtet, zeigt sich ebenfalls ein kälterer Trend, wenn auch weniger ausgeprägt. Die Durchschnittstemperaturen liegen etwa ein Grad unter dem Vorjahresniveau. Dies führt zu einem Anstieg der Gesamtwärmeerzeugung um rund fünf Prozent im Vergleich zur Heizsaison 2024/25.
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Wien Energie betont, dass die Versorgungssicherheit trotz des erhöhten Bedarfs jederzeit gewährleistet sei.
Das Fernwärmenetz der Bundeshauptstadt sei so konzipiert, dass es auch deutlich tiefere Temperaturen als die gegenwärtigen ohne Einschränkungen bewältigen könne.