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Zahlungsstopp

Karte funktioniert nicht mehr“: Tankstellenriese lässt Kunden im Stich

Karte funktioniert nicht mehr“: Tankstellenriese lässt Kunden im Stich
(FOTO: iStock)
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Nach der Pleite des Linzer Tankstellenbetreibers Stiglechner trifft es nun Tausende Autofahrer: Die beliebte IQ-Tankkarte funktioniert nicht mehr – trotz laufender Verträge.

Die Insolvenz des Linzer Tankstellenbetreibers Stiglechner wirkt sich nun unmittelbar auf die weitverbreitete IQ-Tankkarte aus. Nachdem das Familienunternehmen am Freitag mit Verbindlichkeiten von 188 Millionen Euro Insolvenz anmelden musste, stehen Karteninhaber vor verschlossenen Türen. Der Konzern, zu dem neben der Eigenmarke IQ auch Shell-, Eni- und bp-Tankstellen zählen, betrieb ein System, das besonders bei Unternehmen beliebt war – deren Mitarbeiter konnten bislang an rund 5.700 Standorten österreichweit tanken.

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An vielen Tankstellen, darunter zahlreiche Turmöl-Filialen, stoßen Kunden mittlerweile auf Hinweisschilder mit der Botschaft: „Die Zahlung mit der IQ Card ist ab sofort nicht mehr möglich“. Seit dem Wochenende ist die Nutzung der Karte weitgehend eingestellt. Interessanterweise gehört die IQ-Karte formal nicht zu den insolventen Gesellschaften, dennoch verweigern immer mehr Tankstellenbetreiber die Akzeptanz.

Karte gesperrt

Wie die „Krone“ berichtet, erklärt die IQ Vertriebs GmbH auf ihrer Website: „Obwohl wir unseren vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Partnern, Lieferanten und Kundinnen und Kunden vollumfänglich nachkommen, konnte keine gemeinsame Lösung gefunden werden und wir sehen uns gezwungen, die Geschäftstätigkeit einzustellen.“ Bereits vor dem Wochenende hatten einzelne Tankstellenketten wie Turmöl die Akzeptanz der Karte eingestellt. Viele Nutzer wurden von dieser Entwicklung überrascht.

Lieferprobleme drohen

Laut „Krone“ hat Stiglechner inzwischen bestätigt, dass die Karte mit sofortiger Wirkung gesperrt wurde. Die Zukunft der von Stiglechner betriebenen Tankstellen bleibt derzeit ungewiss. Verhandlungen mit den Masseverwaltern laufen. An einigen Standorten zeichnen sich bereits Versorgungsengpässe ab – erste Lieferprobleme sind bereits spürbar.

Mancherorts könnte bald buchstäblich der Kraftstoff ausgehen.