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Organisationschaos

Keine Genehmigung: Wackelt das Thompson-Konzert in Zagreb?

Keine Genehmigung: Wackelt das Thompson-Konzert in Zagreb?
FOTO: iStock, WIkimedia Commons/Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0
3 Min. Lesezeit |

Chaos vor Mega-Event: Das Thompson-Konzert mit einer halben Million erwarteter Fans steht auf wackligen Beinen. Behörden und Veranstalter ringen um Genehmigungen.

Knapp zwei Wochen vor dem geplanten Großkonzert des kroatischen Sängers Marko Perkovic Thompson (bekannt für nationalistische Lieder und umstrittene Auftritte) herrscht in Zagreb erhebliche Unsicherheit bezüglich der organisatorischen Rahmenbedingungen. Wie aus Medienberichten hervorgeht, fehlt für die Veranstaltung am 5. Juli, zu der rund eine halbe Million Besucher erwartet werden, nach wie vor die behördliche Genehmigung.

Vor wenigen Tagen fand ein Koordinationstreffen zwischen dem Innenministerium, Vertretern der kroatischen Hauptstadt und den Konzertveranstaltern statt. Dabei wurde vom Management des Künstlers offenbar eine Nachbesserung des Veranstaltungskonzepts gefordert. Inoffiziellen Informationen zufolge sollen am Konzerttag mehrere zentrale Verkehrsadern Zagrebs – darunter die Jadranski-Brücke, die Freiheitsbrücke, die Jugendbrücke sowie die Dubrovnik-Allee – für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden.

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Behördliche Kommunikationsprobleme

„Wir waren zwar nicht an der Festlegung des Termins beteiligt, waren uns jedoch von Beginn an bewusst, dass dieses Konzert auf großes Interesse stößt und daher besondere Anforderungen an uns stellt“, erklärte Innenminister Davor Bozinovic gegenüber kroatischen Medien. „Die Kommunikation zwischen allen Beteiligten verlief bisher nicht auf dem für eine Veranstaltung dieser Größenordnung erforderlichen Niveau. Deshalb haben wir weitere Koordinationstreffen einberufen – eines davon findet heute statt – um die Details zu präzisieren.“

Zahlreiche organisatorische Fragen müssen noch geklärt und der Öffentlichkeit kommuniziert werden. Aus dem Umfeld des Künstlers verlautet hingegen, dass „alle erforderlichen Zustimmungen und Konzepte ordnungsgemäß eingereicht wurden“. Dennoch bleiben viele Unklarheiten bestehen. Die Öffentlichkeit fordert nun Antworten, insbesondere von Vizepremier und Innenminister Bozinovic sowie vom Zagreber Bürgermeister Tomislav Tomasevic.

Umfangreiches Sicherheitskonzept erforderlich

Laut jüngsten Berichten fordert das Innenministerium vom Veranstalter die Bereitstellung von rund 5.000 Sicherheitskräften für das Großevent. Zusätzlich sollen 80 Feuerwehrleute, 220 medizinische Einsatzkräfte sowie 200 Mitglieder des Roten Kreuzes und mehrere hundert Angehörige des Zivilschutzes vor Ort sein. Diese Anforderungen sind für ein Event dieser Größenordnung üblich, um die Sicherheit aller Teilnehmer zu gewährleisten und auf Notfälle vorbereitet zu sein.

Die Verkehrsplanung gestaltet sich ebenfalls komplex. Für den Transport der Besucher sind spezielle Parkflächen für Busse auf dem Gelände Jakuševac in Planung. Für private PKWs ist hingegen kein organisierter Parkplatz vorgesehen, was zusätzliche logistische Herausforderungen mit sich bringen dürfte.

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Zuständigkeitsfragen ungeklärt

Auf den Vorwurf, die Verantwortlichen würden sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben, reagierte der Minister entschieden: „Wir schieben keine Verantwortung hin und her. Jeder kennt seine Aufgaben. Genau deshalb haben wir die Koordinationstreffen einberufen, weil wir mit dem Tempo der Absprachen zwischen den Vertragsparteien unzufrieden waren. Die Entscheidungen über Straßensperrungen liegen bei der Stadt. Warum man Sie ans Innenministerium verwiesen hat, kann ich nicht sagen – wir kennen jedenfalls unseren Zuständigkeitsbereich“, betonte der Minister laut Dnevnik.hr.

Viele Fragen rund um das Thompson-Konzert auf der Zagreber Pferderennbahn bleiben somit weiterhin unbeantwortet.

Und sorgen für besondere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.

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