Die politische Landschaft Österreichs steht Kopf: Die FPÖ dominiert mit 37,4 Prozent, während die einstige Ampel-Mehrheit bröckelt und die Regierungsparteien in der Wählergunst abstürzen.
Die FPÖ unter Herbert Kickl erreicht mit 37,4 Prozent nahezu ihren Rekordwert vom Jänner und übertrifft damit sogar die kombinierte Wählergunst von ÖVP und SPÖ. Laut dem aktuellen APA-Wahltrend, der sämtliche Umfrageergebnisse der vergangenen fünf Wochen zusammenfasst, liefern sich die traditionellen Großparteien ein äußerst knappes Rennen um den zweiten Platz – die ÖVP liegt mit 18,9 Prozent knapp vor der SPÖ mit 18,0 Prozent. Bemerkenswert ist, dass die drei Regierungsparteien zusammen nur noch auf 46,5 Prozent der Wählerstimmen kommen.
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Ampel ohne Mehrheit
Nach dem Scheitern der blau-schwarzen Koalitionsverhandlungen formierte sich die sogenannte „Ampel“, die anfänglich noch über eine schmale Mehrheit von 56,5 Prozent verfügte. Diese Mehrheit wäre nach heutigem Stand jedoch nicht mehr vorhanden. Den Neos als kleinstem Koalitionspartner hat die Regierungsbeteiligung bislang nur geringfügig geschadet – mit 9,6 Prozent liegen sie allerdings mittlerweile deutlich hinter den Grünen, die auf 10,9 Prozent kommen. Die konsequente Oppositionsarbeit unter Leonore Gewessler scheint sich für die Grünen auszuzahlen.
Unerwartete Konstellation
Vor zwei Jahren hätte diese Konstellation kaum jemand für möglich gehalten: Christian Stocker als österreichischer Bundeskanzler an der Spitze einer Regierung mit SPÖ-Chef Andreas Babler und den Neos als drittem Koalitionspartner.
Die KPÖ hingegen verharrt mit 2,8 Prozent weiterhin unter der parlamentarischen Einzugshürde.