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Kika/Leiner ist gescheitert: Konkurs steht fest!

Kika/Leiner ist gescheitert: Konkurs steht fest!
FOTO: aurena.at
2 Min. Lesezeit |

Das traditionsreiche österreichische Möbelunternehmen Kika/Leiner befindet sich erneut in finanziellen Turbulenzen. Die geplante Sanierung des Unternehmens ist gescheitert, was dazu führte, dass Kika/Leiner kürzlich erneut Insolvenz anmelden musste. Der Möbelhändler gab nun offiziell bekannt, den ursprünglich angestrebten Sanierungsplan zurückgezogen und stattdessen den Konkurs angemeldet zu haben.

Mit Schulden in Höhe von 113 Millionen Euro, die im Insolvenzantrag offengelegt wurden, steckt Kika/Leiner in einer ernsten finanziellen Krise. Diese Entwicklung trifft die Belegschaft hart, da etwa 1.350 Mitarbeitende direkt von der Insolvenz betroffen sind. Ursprünglich war vorgesehen, bis Januar 2025 über die Zukunft des Unternehmens zu entscheiden, doch die unaufschiebbaren finanziellen Schwierigkeiten führten zu einer schnelleren Entscheidung.

Die Aussichten für Kika/Leiner sind derzeit äußerst unklar. Die Möglichkeit einer Abwicklung oder Zerschlagung des Unternehmens besteht weiterhin, sollte kein neuer Sanierungsplan erfolgreich umgesetzt oder ein geeigneter Investor gefunden werden. Volker Leitner, der Insolvenzverwalter, hat bekannt gegeben, dass der derzeitige Warenbestand verkauft wird, um die Insolvenzmasse zu erhöhen.

Eingeleitete Maßnahmen

Diese Insolvenz ist nicht die erste Herausforderung, der sich Kika/Leiner gegenübersieht. Bereits im Jahr zuvor musste ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden, was dem Ruf des Unternehmens erheblichen Schaden zugefügt hat. Zudem leidet die Möbelkette unter einer zögerlichen Kauflust der Kunden in den vergangenen zwei Jahren. Auch die gestiegenen Kosten im Lohnsektor, resultierend aus vorherigen Kollektivvertragsverhandlungen, stellen eine zusätzliche finanzielle Belastung dar.

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Im Sommer 2023 hatte der neue Eigentümer einen drastischen Sparkurs angekündigt, der jedoch scheiterte. Dieser Plan umfasste die Schließung von rund zwei Dutzend Standorten und die Entlassung von etwa der Hälfte der damals 3.900 Beschäftigten. Trotz dieser einschneidenden Maßnahmen gelang es nicht, den drohenden Konkurs abzuwenden.

Die Zukunft von Kika/Leiner bleibt ungewiss, und das Unternehmen steht vor der großen Herausforderung, entweder eine erfolgreiche Restrukturierung einzuleiten oder einen verlässlichen Investor zu finden, um das endgültige Aus für das Möbelhaus zu verhindern.