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WIEN

Kinder mit nichtdeutscher Umgangssprache häufiger ohne Pflichtabschluss

(Foto: iStock)

Mehr als die Hälfte der Kinder in Wien spricht außerhalb des Klassenzimmers kein Deutsch, was sich im Bildungserfolg der Schüler wiederspiegelt.

Jeder zweite Schüler in Wien soll eine nichtdeutsche Umgangssprache haben, was im Bundesländervergleich der, mit weitem Abstand, höchste Wert ist. Zweitplatzierter ist Vorarlberg mit „gerademal“ 26,5 Prozent.
Dabei zeigen die Zahlen des Integrationsfonds, dass die Kinder sehr wohl Deutsch können „aber das andere Sprachen einen sehr viel größeren Stellenwert haben und deswegen ist ja auch die Empfehlung seitens der Sprachwissenschaft, diese Erstsprachen mitzunehmen“, erklärt Oliver Gruber von der Abteilung Bildungspolitik in der Arbeiterkammer gegenüber „Wien heute“.

Dabei haben Kinde mit nichtdeutscher Umgangssprache, laut aktueller Auswertung, öfter keinen Pflichtschulabschluss. 77,0 Prozent der Schüler an Polytechnischen Schulen und 75,6 Prozent an Neuen Mittelschulen (NMS) kommen aus Familien mit nichtdeutscher Umgangssprache. Dagegen sind solche Schüler nur zu 39,6 Prozent der Schüler an Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) und zu 38,3 Prozent der Schüler an Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) vertreten.

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