Start NEWS SPORT Debakel Adria-Tour: Wurde Đoković böse übers Ohr gehauen?
POLITISCHES SPIEL?

Debakel Adria-Tour: Wurde Đoković böse übers Ohr gehauen?

(FOTO: Instagram-Screenshot/Adria Tour)

Die Turnierserie des serbischen Tennisspielers entwickelte sich zu einem wahren Debakel. Diverse Teilnehmer wurden positiv getestet (KOSMO berichtete), auch Đoković selbst. Ein Epidemiologe behauptet, dass die Nummer eins der Welt Opfer politischer Spiele wurde.

Dr. Zoran Radovanović erklärte gegenüber „nova.rs“, dass Novak Đoković von staatlicher Seite übers Ohr gehauen wurde. Das serbische Tennis-Ass habe vor Veranstaltung der Turniere im Rahmen der Adria Tour Rücksprache mit Epidemiologen und den zuständigen Gesundheitsorganen der jeweiligen Länder gehalten. „Er konnte sich nicht vorstellen, dass unsere Behörden ihn täuschen würden. Er hat auf Anraten der Experten und Behörden gehandelt, und sie haben ihn betrogen“, so Radovanović weiter.

Serbien verheimlichte Corona-Tote
Seit rund einer Woche steht der Vorwurf im Raum, dass die serbische Regierung die wahre Anzahl der Corona nie veröffentlicht haben soll. (KOSMO berichtete)

Unter Berufung auf die nie veröffentlichten Daten seien demnach zwischen 19. März und 1. Juni insgesamt 632 Personen in Serbien verstorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Laut Regierung seien es in diesem Zeitraum jedoch 244 Tote gewesen. Ferner sei die Anzahl an täglichen Neuinfektionen nicht korrekt veröffentlicht worden. Laut Balkaninsight haben sich zwischen 300 und 340 Menschen pro Tag infiziert. Offizielle Daten sprachen von maximal 97 Neuinfektionen.

„Serbien hat Đoković geopfert“
Der serbische Arzt bezeichnete Đoković als wichtigste Marke Serbiens. Man habe ihn jetzt an den Pranger gestellt, obwohl er sich an alles gehalten habe, was ihm die zuständigen Experten rieten. Die Nummer eins des Tennis wurde medial für seine Party in Belgrad kritisiert, an welcher Turnierteilnehmer teilnahmen. (KOSMO berichtete)

Gleichzeitig habe es an diesem Wochenende unzählige Auftritte in Nachtclubs gegeben, wo ebenfalls hunderte Menschen dicht an dicht feierten. „Diese werden jedoch nicht öffentlich thematisiert“, äußerte sich Radovanović kritisch.

Laut Meinung des Epidemiologen sie es für Serbien besonders wichtig gewesen, dass das Turnier in Belgrad stattfinden. Dafür habe man Đoković und die Besucher geopfert. „Man wollte über Đoković politisch punkten und hat nicht daran gedacht, dass man andere Spieler und das Publikum gefährden könnte.“