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Schuldenfalle

Klick-Schulden: Jeder vierte Jugendliche verliert bei Raten-Apps den Überblick

Klick-Schulden: Jeder vierte Jugendliche verliert bei Raten-Apps den Überblick
Istockfoto: online schulden)
2 Min. Lesezeit |

Die Ratenzahlung beim Online-Shopping wird zunehmend populärer, doch nicht ohne Tücken. Vor allem jüngere Konsumenten geraten dabei ins Straucheln. Eine aktuelle Erhebung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zeigt, dass jeder fünfte Verbraucher zwischen 18 und 60 Jahren beim Internet-Einkauf auf das „Jetzt kaufen, später zahlen“-Prinzip zurückgreift. Besorgniserregend dabei: 14 Prozent der Nutzer haben mittlerweile den Überblick über ihre ausstehenden Zahlungen verloren. Bei den unter 30-Jährigen ist es sogar fast jeder Vierte.

Die repräsentative Studie, für die ein Marktforschungsinstitut im Auftrag der BaFin im April 2025 knapp 5.000 Personen befragte, liefert weitere aufschlussreiche Erkenntnisse. Besonders häufig kommt das Zahlungsmodell beim Erwerb von Bekleidung und Elektronikartikeln zum Einsatz. Mehr als die Hälfte der Anwender – genau 58 Prozent – wickelt diese Käufe vorwiegend über Smartphone oder Tablet ab. Die BaFin verweist darauf, dass viele Verbraucher den Komfort und die Sicherheit dieser Zahlungsmethode schätzen. Allerdings musste bereits mehr als ein Viertel der Nutzer zusätzliche Gebühren entrichten, weil sie Rechnungen oder Raten nicht fristgerecht beglichen haben.

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Finanzielle Risiken

Die Finanzaufsicht mahnt vor finanziellen Schwierigkeiten durch das Ratenzahlungssystem. Sieben Prozent der Teilnehmer gaben an, bereits andere Ausgaben verschoben oder Ersparnisse angezapft zu haben, um offene Rechnungen zu begleichen. Einige mussten sogar Kredite aufnehmen oder im persönlichen Umfeld nach finanzieller Unterstützung fragen. Drei Prozent der Befragten suchten aufgrund von Problemen mit dieser Zahlungsmethode bereits professionelle Hilfe bei einer Schuldnerberatung.

Neue EU-Regeln

Zum besseren Schutz der Verbraucher hat die Europäische Union ihre Verbraucherkreditrichtlinie überarbeitet. Ab dem 20. November 2025 unterliegt das „Jetzt kaufen, später zahlen“-Verfahren strengeren Vorschriften. Die neue Regelung sieht unter anderem verpflichtende Kreditwürdigkeitsprüfungen vor und verlangt eine vollständige Transparenz der Kreditbedingungen, bevor Verbraucher einen Vertrag abschließen. Damit sollen undurchsichtige Konditionen reduziert und das Risiko von Überschuldung verringert werden.

Die verschärften Bestimmungen zwingen Anbieter wie Klarna und PayPal zu gründlicheren Prüfungen der finanziellen Verhältnisse ihrer Kunden. Dies wird den Bezahlvorgang allerdings durch zusätzliche Datenabfragen und längere Bearbeitungszeiten weniger komfortabel gestalten.

Die praktische Umsetzung dieser neuen Vorschriften erfolgt ab dem 20. November 2026.

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KO KOSMO-Redaktion
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