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HEIKEL

Kommt nächstes Jahr die Impfflicht? So könnte sie aussehen

IMPFUNG_PFLICHT
(FOTO: iStock)

Das Thema Impfen spaltet die Bevölkerung zurzeit, doch wie würde eine Impfpflicht in Österreich aussehen?

Die Gemüter sind gespalten und die Argumentation reicht beiderseits von sinnvollen Ansätzen bis zu wilden Spekulationen. Gegner fürchten Zwangsmaßnahmen der Regierung, doch Befürworter sehen sie als einzige Möglichkeit, hochansteckende und gefährliche Krankheiten zu stoppen – es geht um die Impfung.

Dabei geht es nicht nur um das heißdiskutierte Thema Coronavirus, sondern auch ältere Krankheiten, wie das Masernvirus. Wo im Jahr 2016 europaweit erst 5.000 Personen betroffen waren, erreichte die Krankheit nur zwei Jahre später bereits 82.000 Menschen.

Dabei gibt es bereits eine wirksame Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR), die eine Ausbreitung verhindert und zum österreichischen Impfplan gehört. Insgesamt werden neun empfohlen, die allesamt kostenlos sind – verpflichtend sind diese jedoch nicht, was auch der Grund für die geringe Anzahl der Immunisierten ist.

Verpflichtend
Nun fordert die Österreichische Ärztekammer die Verpflichtung aller empfohlenen Immunisierungen die im österreichischen Impfplan stehen. Doch die Forderung ist gesetzlich kritisch, da sie dem “Recht auf körperliche Unversehrtheit” widerspricht.

Auch Deutschland diskutiert gerade die Impfpflicht gegen Masern. “Ich bin zwar kein Freund staatlicher Vorgaben, aber wer seine Kinder nicht impft, greift in den persönlichen Lebensbereich anderer ein – von Säuglingen und jenen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können“, erklärt lexander Biach, Chef des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger und fordert eine verpflichtende Masern-Mumps-Röteln-Impfung.

Man fürchtet jedoch, dass Impfgegner folgende Strafen in Kauf nehmen würden und Skeptiker die Immunisierung aufschieben würden.

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Maßnahmen bei Gegnern
Man überlegt bei Eltern daher eine „sanftere“ Variante einzuführen. Der steirische Landtag möchte die Masernimpfung als verpflichtend im Mutter-Kind-Pass eintragen lassen. Zudem könnte sich der steirische Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP) „vorstellen, dass die Masernimpfung für den Eintritt in Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen Voraussetzung ist”. Auch die Volksanwaltschaft unterstützt den Vorschlag.

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