„Kompetenzmessung“: Neue Tests bei 9-Jährigen für AHS-Aufnahme

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„Kompetenzmessung“: Neue Tests bei 9-Jährigen für AHS-Aufnahme

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(FOTO: iStockphoto)

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In einem Interview für die APA erklärte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP), dass es zu Neuerungen bei der Entscheidungsgrundlage, ob Kinder nach der Volksschule in die Mittelschule oder AHS wechseln, kommen wird.

Faßmann betonte, dass er die Schnittstelle für Schüler wie Eltern und Lehrer „stressfreier“ gestalten wolle. Dies soll ab 2019 mittels sogenannter „Kompetenz- und Potenzialmessungen“ geschehen, die bei allen Schülern der dritten und vierten Klasse Volksschule, sowie der dritten und vierten Klasse AHS-Unterstufe bzw. Neue Mittelschule durchgeführt werden.

Gespräche mit Eltern
Diese „Messungen“ sollen neben der Note eine weitere Entscheidungsgrundlage für die weitere Schullaufbahn darstellen. Ebenso ist geplant, dass die neuen Tests bisherige Bildungsstandard-Testungen ablösen.

Die Ergebnisse der „Kompetenz- und Potenzialmessungen“ und der weiteren Schulleistungen des Kindes sind dann Grundlage für Gespräche zwischen Lehrern und Eltern über den weiteren Bildungsweg. „Da erwarte ich mir einerseits eine bessere Erkenntnis der Eltern über die Potenziale ihrer Kinder, aber auch eine Validierung der Note, denn diese kann keine große Varianz zu den Messergebnissen aufweisen“, so Faßmann.

Note „höchstwahrscheinlich“ entscheidend
Auch wenn die neuen Tests eine verbesserte Entscheidungsgrundlage darstellen sollen und Lehrkräfte dadurch gegen den Druck der Eltern abgesichert seien, so würden für die weitere Schullaufbahn auch weiterhin „höchstwahrscheinlich“ die Zeugnisnote entscheidend bleiben.

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