Start NEWS PANORAMA Kroatischer Wissenschaftler: „Corona weniger gefährlich als im Frühjahr“
MOLEKULARBIOLOGE

Kroatischer Wissenschaftler: „Corona weniger gefährlich als im Frühjahr“

(FOTO: YouTube-Screenshot/HRT, iStockphoto)

Der angesehene kroatische Molekularbiologe Miroslav Radman war letzten Sonntag in der Show „Nedjeljom u 2“ auf HRT zu Gast, wo er erklärte, weshalb er „es nicht geschafft hat, Angst vor dem Coronavirus zu bekommen“.

Im Interview verglich Radman das Virus SARS-CoV-2 aus genetischer Sicht mit HIV. Die „Biologien der Viren“ seien sehr ähnlich, wobei das Coronavirus vier Mal langsamer mutiert, jedoch auch über ein vier Mal so großes Genom verfüge.

Aufgrund dieser Ähnlichkeit zum HI-Virus ist der kroatische Wissenschaftler skeptisch, ob es überhaupt irgendwann eine sicher und wirksame Corona-Impfung geben werde. „Man sucht seit über 40 Jahren erfolglos an einem Impfstoff gegen HIV und in einem Jahr will man nun eine Impfung gegen SARS-CoV-2 auf den Markt bringen?“, kommentierte Radman.

Viel wahrscheinlicher erscheint es ihm, dass man ein wirksames Medikament finden werde, mit welchem man das Virus dazu zwingt, übertrieben stark zu mutieren, womit „man es in den Selbstmord“ treibt, erklärte der Molekularbiologe bildhaft.

„Corona nicht so potent wie im Frühjahr“
„Viren müssen sich verändern, um nicht vom Immunsystem verschluckt zu werden. Gleichzeitig treibt sie jede Mutation an den Rand des genetischen Abgrundes, wo es sich, beim Versuch das Immunsystem zu umgehen, mit der großen Anzahl an Veränderungen selbst vernichtet“, so Radman.

Ebenso sei zu bemerken, dass die Sterblichkeitsrate während der zweiten Welle um einiges geringer sei, da das Coronavirus durch die unzähligen Mutationen in den letzten Monaten arglos geworden sei.

„Es scheint, als wäre Corona heute impotenter. Im März waren die Infektionszahlen und Sterbezahlen hoch und gingen dann zurück. Jetzt steigen die Neuansteckungen wieder, die Sterblichkeit ist jedoch um einiges geringer“, resümierte Radman und betonte mehrfach, dass es sich hierbei um die Sicht eines Genetikers und keines Virologen bzw. Epidemiologen handle.