Kurban Bajram verbindet 1,9 Milliarden Menschen – und jede Familie feiert mit ihren ganz eigenen Aromen und Rezepten.
Kurban Bajram – eines der bedeutendsten Feste im Islam – wird in diesen Tagen von mehr als 1,9 Milliarden Muslimen weltweit begangen. Das Fest markiert den Abschluss der Pilgerfahrt nach Mekka und steht ganz im Zeichen von Gebet, Familiengemeinschaft, Wohltätigkeit und dem gemeinsamen Tisch.
In vielen Ländern beginnt der Festtag früh am Morgen mit einem gemeinsamen Gebet, bevor Besuche bei Verwandten folgen und ausgedehnte Mittagessen die Familien zusammenbringen. Die Häuser stehen den ganzen Tag für Gäste, Nachbarn und Freunde offen – und in vielen Kulturen gehört es zur Tradition, auch für Bedürftige zu kochen und Speisen zu teilen.
Vielfalt der Festküchen
Lamm und Rindfleisch nehmen dabei ebenso einen festen Platz ein wie Reisgerichte, Suppen, Gebäck und allerlei Süßes. Was genau auf den Tisch kommt, ist freilich von Familie zu Familie verschieden – die kulinarischen Traditionen variieren nicht nur von Land zu Land, sondern mitunter auch von Haushalt zu Haushalt.
Weltweit finden sich dabei höchst unterschiedliche Festtagsküchen: von Marokko über Syrien, Saudi-Arabien, den Libanon und Ägypten bis hin zu Iran, Somalia, Pakistan, die Türkei, Aserbaidschan, Usbekistan und Malaysia – jede Region bringt ihre eigenen Aromen und Rezepte mit.
Bosnische Bajram-Tafel
In Bosnien und Herzegowina zählen zu den klassischen Bajram-Gerichten vor allem Lammfleisch vom Spieß, der herzhafte Eintopf Bosanski Lonac, Burek und die feine Begova Corba. Zum Abschluss des Festmahls darf Baklava ebenso wenig fehlen wie Tufahija – die mit Walnüssen gefüllten Äpfel – oder Kadaif.
Doch auch Sogan Dolma, Sarma, Tarhana-Suppe, Kalbfleisch unter der Sac, Sirnica, Zeljanica, Krompirusa, Hurmasice und Tulumbe finden sich häufig auf der Bajram-Tafel – je nachdem, welche Familientradition gepflegt wird.