Die deutsche Reisebranche wird erneut von einer Insolvenz erschüttert. Nach der Pleite des Reiseveranstalters FTI im Juni muss nun auch die We-Flytour GmbH, ein erst im September 2023 gegründetes Unternehmen, Insolvenz anmelden. Diese Entwicklung betrifft vor allem Urlauber, deren bereits gebuchte Reisen in den kommenden Wochen nun unsicher sind.

We-Flytour hat bereits alle Reisen storniert, die bis zum 26. November hätten beginnen sollen. Von dieser Entwicklung sind rund 1.500 Urlauber betroffen, die sich derzeit noch in beliebten Ferienregionen wie Ägypten und der Türkei aufhalten. Für diese Reisenden gibt es jedoch eine wichtige Entwarnung: Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) gewährleistet sowohl eine sichere Rückkehr nach Hause als auch die Rückerstattung der bereits geleisteten Anzahlungen.
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Hintergründe der finanziellen Schieflage
Hinter We-Flytour steht die AAH Management Company S.A. aus Luxemburg. Als Hauptursache für die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens wird ein kürzlich erfolgter Wechsel des Kreditkartenanbieters genannt, der zu erheblichen finanziellen Problemen führte. Zudem haben bedeutende Vertriebspartner die Zusammenarbeit mit We-Flytour beendet, was die finanzielle Lage zusätzlich verschärfte und die Insolvenz letztlich unvermeidlich machte.