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HARTE CORONA-MASSNAHMEN

Lockdown für Ungeimpfte: Für diese Personen gibt es Ausnahmen!

(FOTO: BKA/Dragan Tatic)

Seit heute Mitternacht ist in ganz Österreich der Lockdown für Ungeimpfte in Kraft. Dies betrifft rund zwei Millionen Menschen. Doch für einige Ungeimpfte gilt eine Ausnahme!

Am gestrigen Sonntag verkündete Bundeskanzler Alexander Schallenberg den Lockdown für Ungeimpfte in ganz Österreich. „Die Corona Situation ist ernst“ und man müssen sofort handeln, so Schallenberg. Daher gelten seit dem heutigen Montag für Menschen, die weder geimpft noch genesen sind wieder ganztägige Ausgangsbeschränkungen. Wie immer gelten als einzige Ausnahmen, um das Haus zu verlassen: Notwendige Besorgungen, Arbeit und Ausbildung oder zur körperlichen und psychischen Erholung. Doch nicht alle Ungeimpften müssen sich an den Lockdown halten!

Diese Ungeimpften sind die Ausnahmen
Die Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte sollen einen „Zusammenbruch der medizinischen Versorgung“ verhindern, wie es im Verordnungsentwurf heißt. In Österreich gibt es aktuell rund zwei Millionen Ungeimpfte, die von den neuen Maßnahmen betroffen sind. Allerdings müssen Kinder unter zwölf Jahren, sowie Schwangere und Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, keinen 2G-Nachweis vorlegen.

Wer die Erstimpfung erhalten hat, aber noch keinen „Zweitstich“ hat, und daher über kein gültiges Impfzertifikat verfügt, kann sich mit einem PCR-Test „freitesten“. Weiterhin bleibt Ungeimpften auch im Lockdown der Gang zum Arzt und zu sonstigen Gesundheitsdienstleistungen möglich, sowie der Weg zur Impfung. Auch die „Befriedigung religiöser Grundbedürfnisse“ sowie der Weg zur Ausbildung ist möglich. Die Sonderregelungen treten ab Montag, dem 15. November, in Kraft und sind auf zehn Tage befristet. Sie laufen daher bis 24. November. Anschließend ist eine Verlängerung der Maßnahmen erforderlich.

Weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen
Der Ungeimpften-Lockdown soll stark kontrolliert werden, beispielsweise im Zuge von Verkehrskontrollen, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein betonte. Doch auch Geimpfte könnten bald zum Corona-Maßnahmen-Handkuss kommen. Mückstein: „Wenn sich die Dynamik so fortsetzt, werden wir weitere Maßnahmen brauchen.“ Der Gesundheitsminister schließt weitere Verschärfungen in den nächsten Wochen nicht aus. Das Ziel müsse letztlich eine Kontaktreduktion von rund 30 Prozent sein, um die 4. Corona-Welle zu brechen.

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