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“Lockdown für Ungeimpfte reicht nicht”: Kommen strengere Maßnahmen für alle?

(FOTO: Dragan Tatic/BKA)

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) wird heute aufgrund der ernsten Corona-Lage mit Fachleuten zusammentreffen um sich zu beraten. Es wird davon ausgegangen, dass erneute Verschärfungen der Maßnahmen beschlossen werden.

Die aktuellen Regeln in Wien, die strenger sind als die des Bundes, gelten noch bis Ende November. Beispielsweise sind Antigentests an manchen Orten nicht mehr gültig (Nachtgastro/große Veranstaltungen). Statt 3G gilt jetzt außerdem teilweise 2,5G.  Laut den Berichten der  Experten des Covid-Prognose-Konsortiums könnte wird es demnächst zu keiner Entspannung des Infektionsgeschehens kommen. Die jüngsten Verschärfungen scheinen noch nicht zu wirken. Für den 17. November prognostiziert man für Wien die Überschreitung der Grenze von 33 Prozent Auslastung auf den Intensivstationen. „Eine systemgefährdende Entwicklung bei Anhalten dieses Trends ist deshalb nicht ausgeschlossen“, schreibt das Konsortium weiter.

Morgen werden auch Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) über weitere Schritte beraten. Dabei könnte es zu einer Regel-“Vereinheitlichung” im ganzen Land kommen. Der Salzburger Onkologe Richard Greil fordert Verschärfungen für alle, nicht nur für Ungeimpfte. Aufgrund der Infektionszahlen sei ein Lockdown für Ungeimpfte “weder ausreichend noch kontrollierbar”, so Greil.

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