Nach Unstimmigkeiten bei der Auszählung müssen heute 80.000 Wähler in der Republika Srpska erneut an die Urnen. Das Ergebnis könnte politisch brisant werden.
In der Republika Srpska (eine der beiden Entitäten von Bosnien und Herzegowina) findet heute eine teilweise Wiederholung der Präsidentschaftswahl statt, nachdem die zentrale Wahlkommission bei einer Neuauszählung erhebliche Unstimmigkeiten im ursprünglich verkündeten Ergebnis festgestellt hatte. Die Wahlbehörde erklärte daraufhin Teile der im November abgehaltenen Abstimmung für ungültig.
Bei der ursprünglichen Wahl war Sinisa Karan, ein enger Vertrauter des früheren Präsidenten Milorad Dodik, zum knappen Sieger erklärt worden. Er lag den vorläufigen Ergebnissen zufolge nur geringfügig vor dem Oppositionskandidaten Branko Blanusa. Die heutige Wiederholungswahl, zu der rund 80.000 Wahlberechtigte aufgerufen sind, könnte nun das Gesamtergebnis maßgeblich beeinflussen.
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Dokiks Absetzung
Dodik selbst wurde erst Anfang August nach fast zwei Jahrzehnten an der Macht als Präsident der Republika Srpska abgesetzt. Diesem Schritt war eine Verurteilung vorausgegangen, weil er zwei Gesetze in Kraft gesetzt hatte, die die Umsetzung von Entscheidungen des Hohen UNO-Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina blockieren sollten.
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