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147 Betroffene

„Man hat uns ausgezogen“: Nacktbilder von Schilling auf Deepfake-Seiten

„Man hat uns ausgezogen“: Nacktbilder von Schilling auf Deepfake-Seiten
Foto: © Parlamentsdirektion / ​Thomas Topf
2 Min. Lesezeit |

147 EU-Abgeordnete, 138 davon Frauen – auf Deepfake-Seiten tauchen KI-Nacktbilder auf, die niemand je genehmigt hat.

Eine neue Studie der Organisation Agora Digitale Transformation hat ergeben, dass 147 Abgeordnete des Europäischen Parlaments auf Deepfake-Websites mit KI-generierten Nacktbildern zu finden sind. Von den Betroffenen sind 138 Frauen und neun Männer.

Auch die österreichische Grünen-Abgeordnete Lena Schilling ist unter den Identifizierten. Sie warnt vor den Konsequenzen dieser Entwicklung für Frauen in der Politik und erklärt: „KI verstärkt Gewalt gegen Frauen, und deshalb braucht es politische Entscheidungen, die uns schützen.“ Mit Blick auf das Ausmaß des Angriffs fügt Schilling hinzu: „Man hat uns gegen unseren Willen ausgezogen.“

Forderung nach Konsequenzen

Terry Reintke, Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, verlangt eine konsequente Umsetzung des EU-weiten Verbots sogenannter Nudifier-Anwendungen, das am 2. Dezember in Kraft tritt. Reintke macht deutlich, wo für sie die Grenze liegt: „Digitale Gewalt darf kein Geschäftsmodell sein.“

Neben der verpflichtenden Entfernung derartiger Inhalte von Online-Plattformen brauche es klare Zuständigkeiten innerhalb der KI-Branche sowie verbindliche Vorgaben, um die weitere Verbreitung solcher Bilder wirksam zu unterbinden.

Druck auf Politikerinnen

Der Vorfall verdeutlicht, unter welchem Druck weibliche Abgeordnete im digitalen Raum zunehmend stehen.

Schilling selbst äußert Sorge um junge Frauen, die angesichts solcher Angriffe einen Einstieg in die Politik überdenken könnten.

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KO KOSMO-Redaktion
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