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Impfquote

Masern-Rangliste in Europa: Österreich belegt den zweiten Platz

(FOTO: iStock/Marina Demidiuk)
(FOTO: iStock/Marina Demidiuk)

Die Schattenseite der globalen Gesundheitslandschaft zeigt sich in der steigenden Zahl der Masernfälle und den damit verbundenen Todesfällen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor der unzureichenden Impfquote, die auch in Österreich weit unter ihrem Ziel liegt. Im letzten Jahr wurden in Österreich 184 Masernfälle gemeldet.

Masern sind nicht nur eine Kinderkrankheit, sondern eine hochansteckende Infektionskrankheit, die bei Nichtbehandlung zu gefährlichen Komplikationen führen kann. Trotz der Verfügbarkeit einer wirksamen und kostenlosen Impfung, die im nationalen Impfplan enthalten ist, bleibt die globale Impfquote mit 83 Prozent weit hinter dem von der WHO angestrebten Ziel von 95 Prozent zurück. Auch in Österreich liegt die Impfquote weit unter Niveau.

Impfstrategie

Obwohl es immer wieder zu Masernausbrüchen kommt, die auf einzelne Ereignisse zurückzuführen sind – wie zuletzt auf eine Hochzeit in der Steiermark, die auch die Fälle in Oberösterreich verursachte – gibt es laut Landessanitätsdirektor Georg Palmisano derzeit keinen größeren Trend. „Einen größeren Trend können wir derzeit nicht feststellen, außer dass Masern bei Weitem nicht am Rückzug sind“, so Palmisano. Dies steht im Widerspruch zu den Zielen der WHO, die wie bei den Pocken auch die Masern ausrotten möchte.

Gefahren von Masern

Masern sind nicht nur unangenehm, sie können auch zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen, wie etwa einer Lungenentzündung. Daher ist es von größter Wichtigkeit, die Impfquote zu erhöhen und die Ausbreitung der Masern einzudämmen.

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Die WHO hat sich zum Ziel gesetzt, die Masern auszurotten. Dies kann jedoch nur erreicht werden, wenn die Impfquote weltweit auf 95 Prozent steigt.