Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Passanten in Panik

Messer-Attacke auf der Ringstraße: WEGA stoppt tobenden Angreifer

Messer-Attacke auf der Ringstraße: WEGA stoppt tobenden Angreifer
Symbolbild (FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Mit Messer und Maurerkelle bewaffnet, attackierte ein Slowake Passanten am Burgring. Der WEGA-Einsatz endete mit einem Taser und der Festnahme des Randalierers.

Ein 48-jähriger Slowake sorgte am Freitagmittag für Angst und Schrecken am Burgring in Wien-Innere Stadt. Der Mann bedrohte mehrere Passanten mit einem Messer und führte sogar eine Stichbewegung gegen eine vorbeifahrende Radfahrerin aus. Spezialeinheiten der WEGA (Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung) mussten eingreifen und setzten einen Taser ein, um den psychisch auffälligen Mann beim Museumsquartier zu überwältigen. Der polizeibekannte Täter wurde nach seiner Festnahme wegen gefährlicher Drohung und versuchter Körperverletzung in eine Justizanstalt gebracht.

⇢ Elf Verletzte bei Messer-Amoklauf im Supermarkt

📍 Ort des Geschehens

Gegen 12.15 Uhr gingen bei der Polizei Notrufe ein, in denen Zeugen von einem lautstark schreienden Mann berichteten. Der Aggressor brüllte auf Deutsch, er besitze „drei Messer“ und verhielt sich extrem bedrohlich. In seiner Rage warf er eines der Messer in Richtung einer Gruppe von Menschen. Die Waffe landete etwa einen Meter vor den Betroffenen auf dem Boden, ohne jemanden zu verletzen.

Unmittelbar danach zog der Täter ein weiteres Messer aus seinem Rucksack und attackierte eine Radfahrerin mit einer gezielten Stichbewegung. Die Frau konnte dem Angriff ausweichen und blieb unverletzt, wie Polizeisprecherin Anna Gutt mitteilte.

Flucht und Verfolgung

Ein Zeuge informierte die Einsatzkräfte, dass der Angreifer seine gefährliche Route in Richtung Mariahilfer Straße fortsetzte. Dort setzte er sein bedrohliches Verhalten fort, schrie herum und führte wiederholt Stichbewegungen gegen Passanten aus. Die rasch eintreffenden Polizeistreifen konnten den Verdächtigen beim Museumsquartier lokalisieren und stellen.

Trotz mehrfacher Aufforderungen, sich auf den Boden zu legen, verweigerte der Mann jegliche Kooperation mit den Beamten, so Gutt.

Taser-Einsatz wegen erhöhter Gefahr

Der Täter griff stattdessen erneut in seinen Rucksack und zog eine Maurerkelle hervor. Mit diesem Werkzeug führte er mehrere Stichbewegungen in Richtung der Einsatzkräfte aus, bevor er sich die scharfe Kante selbst an den Hals hielt. Die Beamten sahen sich gezwungen, einen Taser einzusetzen, wodurch der 48-Jährige überwältigt werden konnte. Aufgrund seiner Vorstrafen und mehrfacher ähnlicher Delikte gingen die Einsatzkräfte besonders vorsichtig vor und alarmierten sofort die WEGA-Spezialeinheit.

Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Polizisten neben der Maurerkelle auch einen Schraubenschlüssel. Die von mehreren Zeugen beschriebenen Messer konnten allerdings nicht sichergestellt werden. Der Festgenommene erlitt leichte Verletzungen und wurde nach der Erstversorgung durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus eingeliefert.

Der Mann, der bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, wurde wegen des Verdachts der mehrfachen gefährlichen Drohung und mehrfachen versuchten Körperverletzung angezeigt.

Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete seine Überstellung in eine Justizanstalt an.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen