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Eskalation

Müssen vorbereitet sein“: Trump verlegt Atom-U-Boote „noch näher“ an Russland

Müssen vorbereitet sein“: Trump verlegt Atom-U-Boote „noch näher“ an Russland
FOTO: EPA/DARREN/AARON SCHWARTZ
4 Min. Lesezeit |

Die Spannungen zwischen Washington und Moskau haben eine neue Eskalationsstufe erreicht. US-Präsident Donald Trump ordnete die taktische Verlegung zweier Atom-U-Boote an – eine direkte Reaktion auf provokante Äußerungen des ehemaligen russischen Präsidenten Dmitri Medvedev. Über seine Plattform Truth Social teilte Trump mit, die Maßnahme sei eine Vorsichtsmaßnahme, falls „diese törichten und provokativen Äußerungen mehr als nur das sind“.

In einem Interview mit dem konservativen Sender Newsmax bestätigte der US-Präsident, dass die U-Boote nun „näher an Russland“ positioniert seien. Konkrete Angaben zum genauen Einsatzgebiet machte Trump nicht, verwies jedoch auf „geeignete Regionen“ für die strategische Neupositionierung.

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Das US-Verteidigungsministerium hat die Verlegung bislang nicht offiziell bestätigt – bisherige Berichte stützen sich ausschließlich auf Trumps eigene Mitteilungen sowie öffentliche Aussagen.

Der Konflikt zwischen Trump und Medvedev schwelt bereits seit Tagen. Auslöser war Trumps verschärftes Ultimatum an den russischen Präsidenten Wladimir Putin: Statt der ursprünglich gesetzten 50 Tage verkürzte Trump die Frist auf nur noch zehn Tage, innerhalb derer eine Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine erreicht werden müsse. Nach Ablauf dieser Frist – Ende kommender Woche – droht Trump mit Sanktionen gegen Russlands Handelspartner, sollte keine Einigung erzielt werden.

Medvedev, der seit Beginn des Ukraine-Krieges durch seine scharfe antiwestliche Rhetorik und gelegentliche Atomdrohungen auffällt, reagierte mit unverhohlenen Drohungen auf der Plattform X. Er warnte vor einer direkten militärischen Konfrontation zwischen Russland und den USA und bezeichnete Trump abwertend als „Opa“. Für Medvedev stelle jedes Ultimatum einen Schritt in Richtung Krieg dar.

Trumps Rechtfertigung

Vor Journalisten rechtfertigte Trump seine Entscheidung zur U-Boot-Verlegung mit Sicherheitsbedenken: „Wir mussten das tun. Es wurde eine unangemessene Drohung ausgesprochen, deshalb müssen wir vorsichtig sein.“ Er betonte, die Maßnahme diene dem Schutz der amerikanischen Bevölkerung. „Medvedev hat über ‚Atom‘ gesprochen – und wenn es darum geht, müssen wir vorbereitet sein. Und wir sind absolut vorbereitet.“

Trump begründete die strategische Neupositionierung explizit als Abschreckungsmaßnahme gegen mögliche nukleare Drohungen. Die Verlegung der Atom-U-Boote stelle eine direkte Antwort auf Medvedevs provokante Rhetorik dar und solle verdeutlichen, dass die USA auf sämtliche Szenarien vorbereitet seien.

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Auf die Frage nach seiner Einschätzung zu Putin antwortete Trump gegenüber Newsmax, seine grundlegende Sicht habe sich nicht verändert: „Er ist offensichtlich ein harter Brocken.“ Allerdings zeigte sich Trump überrascht, dass trotz „zahlreicher guter Gespräche“ mit Putin, die zu einem Kriegsende hätten führen können, „plötzlich Bomben fliegen“.

Parallel zu den wachsenden Spannungen kündigte Trump am Donnerstag an, sein Sondergesandter Steve Witkoff werde nach seinem Besuch in Israel weiter nach Russland reisen. Details zu dieser Mission nannte er nicht. Am Freitag befand sich Witkoff noch im Nahen Osten, wo er die Lage im Gazastreifen begutachtete.

Anhaltende Kampfhandlungen

Währenddessen geht der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine unvermindert weiter. Bei einem schweren russischen Drohnenangriff auf Charkiw wurden laut Behördenangaben mindestens elf Menschen verletzt, darunter ein fünf Monate alter Säugling und zwei Kinder im Alter von neun und zehn Jahren. Die Drohne schlug in der Nähe eines Wohnblocks ein und zerstörte zahlreiche Fensterscheiben. Fünf Verletzte mussten im Krankenhaus behandelt werden, wie Militärgouverneur Oleh Synjehubow über seinen Telegram-Kanal mitteilte.

Auch auf russischer Seite gibt es Opfer zu beklagen. In der Grenzregion Belgorod wurden bei einem ukrainischen Drohnenangriff zwei Männer getötet. Gouverneur Vjatceslav Gladkow bezeichnete den Vorfall in seinem Telegram-Kanal als „ukrainischen Terrorangriff“. Ein 18-Jähriger und ein weiterer Mann seien auf dem Weg zu einer Bushaltestelle von der Drohne tödlich getroffen worden.

Die ukrainischen Drohnenangriffe, die Teil des Abwehrkampfes gegen die russische Invasion sind, fordern immer wieder auch zivile Opfer.

Dennoch stehen die Opferzahlen und Schäden auf russischer Seite in keinem Verhältnis zu den verheerenden Zerstörungen und den vielen Toten und Verletzten, die der seit mehr als drei Jahren andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine verursacht hat.

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KO KOSMO-Redaktion
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