Facebook krempelt sein Design um und besinnt sich auf alte Stärken. Die Plattform wird übersichtlicher, während Nutzer mehr Kontrolle über ihre Feeds erhalten.
Der Meta-Konzern überarbeitet seine Facebook-Plattform grundlegend, um auf die wachsende Kritik an der Unübersichtlichkeit zu reagieren. Die Neugestaltung konzentriert sich verstärkt auf die ursprünglichen Kernfunktionen des sozialen Netzwerks und soll die Inhaltserstellung deutlich vereinfachen. Facebook plant, die am häufigsten genutzten Funktionen – Reels, Freunde, Marktplatz und Profil – künftig prominent in der oberen Navigationsleiste zu platzieren. Zusätzlich werden beliebte Elemente in der Navigation leichter auffindbar sein, während der Feed noch präziser auf individuelle Nutzerbedürfnisse zugeschnitten wird.
Bei der Interaktion mit Bildern führt Facebook eine wesentliche Neuerung ein: Künftig können Nutzer durch Doppeltippen Likes verteilen. Mehrere gleichzeitig hochgeladene Fotos erscheinen automatisch in einem standardisierten Raster, was laut Meta in einem Blogbeitrag dazu beitragen soll, „das Chaos zu durchbrechen“ und mehr Struktur in den Feed zu bringen. Ergänzend wird ein Vollbild-Viewer eingeführt, der Inhalte vergrößert anzeigt, ohne dass Nutzer ihre Position in der Suchliste verlieren.
Algorithmus-Anpassungen
Auch am Herzstück der Plattform – dem Algorithmus – nimmt Meta Änderungen vor. Nutzer erhalten zukünftig mehr Einflussmöglichkeiten auf ihren Feed, indem sie direktes Feedback zu angezeigten Inhalten geben können. Die Kommentarspalten in Gruppen und unter Reels werden übersichtlicher gestaltet, während irrelevante Beiträge anonym gemeldet werden können. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Diskussionen sachlicher zu gestalten.
Verbesserte Vernetzung
Die Vernetzung zwischen Nutzern rückt wieder stärker in den Mittelpunkt der Plattform. Facebook wird vermehrt proaktive Vorschläge basierend auf angegebenen Nutzerinteressen ausspielen. Der bereits eingeführte separate Freunde-Feed war ein erster Schritt in diese Richtung. Der Konzern betont jedoch, dass dies nur der Anfang sei, „um Facebook übersichtlicher und benutzerfreundlicher zu gestalten“.
Weitere Aktualisierungen sind im Verlauf des Jahres 2026 geplant.