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Miet-Schock

Mietkosten explodieren: Österreicher zahlen erstmals mehr als 20 Euro pro Quadratmeter

Mietkosten explodieren: Österreicher zahlen erstmals mehr als 20 Euro pro Quadratmeter
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2 Min. Lesezeit |

Historischer Meilenstein auf dem Wohnungsmarkt: Österreichs Durchschnittsmieten knacken erstmals die 10-Euro-Marke pro Quadratmeter – besonders kleine Wohnungen werden zur Kostenfalle.

In Österreich hat die monatliche Durchschnittsmiete inklusive Betriebskosten im ersten Quartal 2025 erstmals die 10-Euro-Marke pro Quadratmeter erreicht. Wie aus den aktuellen Daten der Statistik Austria hervorgeht, beträgt die durchschnittliche Miete für Hauptmietwohnungen nun 663,8 Euro – ein Plus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 3,1 Prozent im Jahresvergleich. Bei der Nettomiete ohne Betriebskosten verzeichneten die Statistiker einen Anstieg von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, was 7,5 Euro pro Quadratmeter entspricht.

„Die durchschnittliche Quadratmetermiete inklusive Betriebskosten hat zu Beginn des Jahres 2025 erstmals seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1974 die 10-Euro-Grenze überschritten“, so Thomas Burg, fachstatistischer Generaldirektor von Statistik Austria. Burg wies zudem darauf hin, dass vor allem kleinere Wohneinheiten überdurchschnittlich hohe Mietkosten aufweisen.

Die Erhebung zeigt, dass Hauptmietwohnungen ohne Betriebskosten durchschnittlich 502,0 Euro pro Monat kosten. Für Betriebskosten fallen zusätzlich 165,2 Euro je Wohnung an, was einem Quadratmeterpreis von 2,5 Euro entspricht. Die Auswertung basiert auf Daten von etwa 1,8 Millionen Hauptmietwohnungen in ganz Österreich.

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Wohnfläche entscheidend

Der Wohnflächenumfang beeinflusst den Quadratmeterpreis erheblich: Während für Wohnungen unter 40 Quadratmetern durchschnittlich 13,0 Euro pro Quadratmeter zu zahlen sind, liegen die Kosten bei Wohnungen zwischen 40 und 65 Quadratmetern bei 10,4 Euro. Für Wohneinheiten mit 65 bis 100 Quadratmetern werden zwischen 9,2 und 9,3 Euro fällig. Bei Hauptmietwohnungen über 100 Quadratmeter beträgt der durchschnittliche Quadratmeterpreis knapp 9,0 Euro.

In Wien stiegen die Mieten um 9 Prozent. Die Bundesländer Tirol, Wien und Salzburg überschritten erstmals die 20-Euro-Marke pro Quadratmeter. Den stärksten Preisanstieg verzeichnete Salzburg.

Besorgniserregende Entwicklung

Der Miet-Report verdeutlicht, dass die Mietpreise in Österreich über Jahre hinweg stärker als die Inflation gestiegen sind. Als besorgniserregendes Signal gilt der drastische Rückgang der Baubewilligungen auf ein historisches Tief.

Fast die Hälfte aller österreichischen Hauptmietwohnungen verfügt über weniger als 65 Quadratmeter Wohnfläche, wobei etwa 9 Prozent sogar unter 40 Quadratmeter liegen.

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KO KOSMO-Redaktion
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