Ein 14-jähriger Schüler hat am Dienstag bei einer Taschenkontrolle eine Schulassistentin mit einem Messer tödlich verletzt. Die 31-Jährige erlag ihren Verletzungen, nachdem der Jugendliche mehrfach auf sie eingestochen hatte, während sie vor dem Schultor in der nordostfranzösischen Kleinstadt Nogent Schülertaschen kontrollierte. Der mutmaßliche Täter befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nutzte den Vorfall, um seine Forderung nach strengeren Regulierungen für soziale Netzwerke zu bekräftigen. Er kündigte an, ein EU-weites Nutzungsverbot sozialer Medien für Kinder unter 15 Jahren durchsetzen zu wollen. Sollten entsprechende Maßnahmen nicht innerhalb weniger Monate auf europäischer Ebene umgesetzt werden, werde Frankreich einen nationalen Alleingang wagen. Macron zeigte sich besorgt über den schädlichen Einfluss digitaler Plattformen auf Heranwachsende.
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Macrons Reaktion
„Die Nation trauert“, erklärte Macron auf dem Kurznachrichtendienst X. Die getötete Schulassistentin sei während ihrer Arbeit mit Kindern „Opfer einer sinnlosen Welle der Gewalt“ geworden. Die Regierung arbeite intensiv daran, die Kriminalität einzudämmen. Auch Ministerpräsident Francois Bayrou äußerte sich auf X besorgt und betonte: „Es liegt an uns, diese weit verbreitete Geißel zum öffentlichen Feind zu erklären.“ Die Bedrohung durch Stichwaffen unter Minderjährigen habe ein kritisches Ausmaß erreicht.
Wachsende Besorgnis
Messerattacken sorgen derzeit nicht nur in Frankreich für wachsende Besorgnis, sondern werden auch in Deutschland zunehmend als gesellschaftliches Problem wahrgenommen. Gleichzeitig rückt das Thema Gewalt an Schulen immer wieder in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit.
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